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<div class="csl-entry">Feuerstein, C. (2005). <i>Altersstruktur und Stadtgestalt : Funktionswandel des Wohnens gezeigt am Beispiel der Wohnsituation älterer Menschen in Wien von 1850 bis 2005</i> [Dissertation, Technische Universität Wien]. reposiTUm. http://hdl.handle.net/20.500.12708/182969</div>
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dc.identifier.uri
http://hdl.handle.net/20.500.12708/182969
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dc.description.abstract
Altersstruktur und räumliche Organisation in der Moderne. Die ökonomischen, sozialen und politischen Veränderungen - Industrialisierung, Urbanisierung, Bürokratisierung -, die im 19. und frühen 20.Jahrhundert in Österreich und Europa statt gefunden haben, werden in der Soziologie mit dem Begriff "Modernisierung" umschrieben.<br />Diese Veränderungen haben dazugeführt:<br />- dass sich "Alter" als eine eigene Lebensphase im Lebenslauf des einzelnen Individuums etabliert hat. Der Beginn dieser Lebensphase wurde durch den Übergang aus dem Berufsleben in den Ruhestand definiert, der mit dem Erreichen eines bestimmten kalendarischen Alters verbunden war.<br />- dass die Bevölkerungsstruktur in Europa einen langfristigen Wandel, von Demographen als "demographischer Übergang" bezeichnet, erfährt, der durch die Abnahme der jüngeren und die Zunahme der älteren Bevölkerung gekennzeichnet ist.<br />- dass sich, zunächst vor allem in den Städten, eigene Institutionen zur Versorgung älterer Menschen etabliert haben, die sich aus der Armenfürsorge entwickelt haben (in der vorliegenden Arbeit am Beispiel der Stadt Wien dargestellt).<br />- dass vor allem nach dem zweitem Weltkrieg eine weitere Differenzierung und Spezialisierung dieser Institutionen statt gefunden hat. Soziale Veränderungen und neue Konzepte der Altenhilfe in der radikalisierten Moderne. Die Veränderungen der gesellschaftlichen Strukturen in der "radikalisierten Moderne" (Giddens 1995) führen zu einer weiteren Differenzierung der Altersphase und zu einem Paradigmenwechsel in den Konzepten der Versorgung älterer Menschen. Das veränderte Altersbild - "selbstbestimmt" statt "defizitorientiert" führt zu neuen Leitbildern in der Pflege. Während die Pflege früher stark medizinisch organisch orientiert war, entstehen auf Basis eines weitergefassten Pflegebegriffs, der auch das soziale Umfeld miteinbezieht, "bedürfnisorientierte Pflegemodelle".<br />Parallel zu dieser Entwicklung im Gesundheits- und Sozialbereich sind auch im Bereich des Wohnens neue Modelle entstanden, die in unterschiedlichen Abstufungen Betreuungs- und Gemeinschaftsmöglichkeiten anbieten.<br />Stadtgestalt: Segregation nach Lebensphasen. Während die Segregation nach ethnischen und anderen Kennzeichen sehr weit in die Geschichte der Stadt zurückreicht, ist die residentielle Segregation nach Lebensphasen eine Konsequenz des Städtebaus der Moderne und eng mit dem Leitbild des modernen Städte- und Wohnungsbaus verbunden, das eine Separierung und "Optimierung" verschiedener Lebensbereiche und Funktionen verfolgte.<br />Auch in Wien lassen sich räumliche Schwerpunkte der demographischen Alterung der Bevölkerung in unterschiedlicher Intensität feststellen.<br />Ergebnis. Das "Konzept einer Integrierten Quartiersentwicklung" ist daher ein zukunftsweisender Lösungsansatz, da er sowohl soziale, als auch bauliche Komponenten miteinander verbindet und die aktuellen Entwicklungen, sowohl im Sozial- und Gesundheitsbereich, als auch im Wohnungsbau berücksichtigt. Kleinräumig orientierte Einrichtungen unterstützen die Selbsthilfepotentiale älterer Menschen und vermitteln Sicherheit und Lebensqualität durch eine Bedarfsgerechte Unterstützung.<br />
de
dc.language
Deutsch
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dc.language.iso
de
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dc.subject
Wien
de
dc.subject
Wohnen
de
dc.subject
Älterer Mensch
de
dc.subject
Geschichte 1850-2005
de
dc.subject
Stadtgestaltung
de
dc.subject
Altersstruktur
de
dc.subject
Bevölkerungsentwicklung
de
dc.subject
Wohnungsbau
de
dc.title
Altersstruktur und Stadtgestalt : Funktionswandel des Wohnens gezeigt am Beispiel der Wohnsituation älterer Menschen in Wien von 1850 bis 2005
de
dc.title.alternative
Parallelt. [Übers. des Autors]: Agestructure and the shape of the city: change in the function of housing