dc.description.abstract
In der schillernden Welt von Louis Vuitton, Hermès, Gucci, Prada und Chanel offenbart sich eine unverkennbare Pracht. Diese Ikonen, allgemein bekannt und in einen Hauch von Luxus gehüllt, repräsentieren exquisite Marken von globalen Unternehmensgiganten. Sie sind nicht nur prestigeträchtige Namen, sondern auch unverzichtbare Säulen der Weltwirtschaft.Doch diese Marken stellen auch einen integralen Bestandteil des städtischen Panoramas in europäischen Großstädten dar. Sie versammeln sich in den exklusivsten Stadtvierteln, den belebtesten urbanen Zentren und den prunkvollsten historischen Bauten. In den letzten Jahrzehnten haben Luxusmarken ihre Präsenz in Städten weltweit intensiviert und ihr ursprüngliches Zentrum in Europa auf weitere Kontinente expandierte, insbesondere im aufstrebenden asiatischen und arabischen Raum.Luxusgüter sind ein tief verwurzelter Bestandteil der menschlichen Geschichte und fanden bereits im frühen Ägypten ihren Ursprung, da sie ein Mittel zum Ausdruck von Dankbarkeit und Bewunderung darstellten. Heutzutage präsentieren Luxusmarken beeindruckende, opulente Geschäfte in den Herzen der Städte. Diese ragen mit ihren prunkvollen Fassaden und kunstvoll gestalteten Schaufenstern, die exklusiv für die Marken von talentierten KünstlerInnen und DesignerInnen gestaltet wurden, in den städtischen Raum. Im europäischen Kontext ergreifen Luxusmarken eine imposante architektonische Präsenz, die über die Grenzen der Großstadtmetropolen hinausreicht. Sie wählen historisch und kulturell bedeutende Städte als ihre Bühne, in denen Geschichte, Werte und Traditionen tief verwurzelt sind. Sie schaffen Destinationen und formen eine „Luxusbubble“, einen innerstädtischen Raum, der eine unvergleichliche Atmosphäre ausstrahlt, Schwellen schafft, eigene Grenzen definiert und sich in vielfältigen architektonischen Ausdrucksformen manifestiert. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, neben der historischen Analyse des Schaufensters und der Entwicklung des Einzelhandels (Anm. Kapitel 1: historische Entwicklung), die Positionierung, die Darstellung und die Auswirkungen von Luxusbrands im urbanen Raum zu erfassen. Diese Aspekte sollen mithilfe von Fieldtrips in den europäischen Städten Berlin, London, Mailand, Paris, Venedig und Wien erfasst werden. Die Exploration dieses baulichen Kontextes vor Ort erweist sich als essenziell, da Luxusbrands stark in Verbindung stehen mit atmosphärischen Qualitäten und sinnlichen Impressionen. Mit ihrer Wirkung in den Straßenraum definieren sie die Grenzen zwischen öffentlichem, halböffentlichem und privatem Raum, neu. Während der geplanten Fieldtrips wurden diese Grenzen spürbar und eine unmittelbare Interkation mit individuellen Akteuren und Akteurinnen im Luxussegment war möglich. (Anm. Kapitel 3: Die Feldforschung) Der letzte Teil der Arbeit versucht Antworten auf die anfangs gestellten Fragen zu liefern. Die Erkenntnisse aus der Theorie und den Feldstudien, den protokollierten Beobachtungen und den Leitfadeninterviews werden hier durch die Anwendung qualitativer Forschungsmethoden, unter anderem einer abgewandelten und angepassten Form der Grounded Theory nach Strauss und Glaser, aufgezeigt. (Anm. Kapitel 2: Eine Feldforschung) Dabei werden Muster erarbeitet, die sich über die verschiedenen Ebenen, Stadtraum, Gebäudestruktur und Schaufenster, erstrecken. (Anm. Kapitel 4 & 5: Ein Ergebnis, Luxus: Überfluss oder Spektakel & Pattern des Luxus) Die erfassten Muster sollen aufzeigen, welche urbanen Strategien und Konzepte Luxusbrands im innerstädtischen Raum anwenden und ihr divergierendes Auftreten, das dominierend, opulent oder subtil sein kann, aber immer mit einer klaren Vision verbunden ist, verständlich machen. Dieses Wissen scheint sowohl aus politischer und wissenschaftlicher Sicht von Bedeutung als auch insbesondere auf Ebene des Städtebaus, da der Erhalt und die Revitalisierung einer florierenden Innenstadt auch in Zukunft wesentlich sein wird und Luxusbrands diesbezüglich eine gesellschaftliche Kontroverse aufzeigen.
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In the dazzling world of Louis Vuitton, Hermès, Gucci, Prada, and Chanel, an unmistakable splendor is revealed. These icons, widely known and cloaked in a touch of luxury, represent exquisite brands of global corporate giants. They are not just prestigious names but also indispensable pillars of the world economy.However, these brands also form an integral part of the urban landscape in European metropolises. They gather in the most exclusive neighborhoods, the busiest urban centers, and the most magnificent historic buildings. In recent decades, luxury brands have intensified their presence in cities worldwide, expanding from their original center in Europe to other continents, particularly in the emerging Asian and Arabian regions.Luxury goods have deep roots in human history and originated in ancient Egypt, serving as a means of expressing gratitude and admiration. Today, luxury brands present impressive, opulent stores in the hearts of cities. These establishments, with their lavish facades and artistically designed shop windows exclusively crafted by talented artists and designers for the brands, dominate the urban space. In the European context, luxury brands take on an imposing architectural presence that extends beyond the boundaries of major metropolitan cities. They select historically and culturally significant cities as their stage, where history, values, and traditions are deeply rooted. They create destinations and shape a „luxury bubble,“ an inner-city space that exudes an unparalleled atmosphere, establishes thresholds, defines its own boundaries, and manifests in various architectural forms.The goal of this work is to capture, alongside the historical analysis of shop windows and the development of retail (note: Chapter 1: historische Entwicklung), the positioning, representation, and impact of luxury brands in urban space. These aspects will be documented through field trips to European cities such as Berlin, London, Milan, Paris, Venice, and Vienna. Exploring this architectural context on-site is essential because luxury brands are closely connected to atmospheric qualities and sensory impressions. With their influence on the streets, they redefine the boundaries between public, semi-public, and private spaces. During the planned field trips, these boundaries will become tangible, allowing for direct interaction with individual actors working in the luxury segment (note: Chapter 3: Die Feldforschung).The final part of the work seeks to provide answers to the initial questions. Insights from theory and field studies, recorded observations, and guideline interviews will be presented here through the application of qualitative research methods, including a modified and adapted form of Grounded Theory by Strauss and Glaser (note: Chapter 2: Eine Feldforschung). Patterns will be developed that extend across different levels: urban space, building structure, and shop windows (note: Chapters 4 & 5: Ein Ergebnis, Luxus: Überfluss oder Spektakel & Pattern des Luxus).The identified patterns aim to illustrate the urban strategies and concepts that luxury brands employ in inner-city spaces. Furthermore, their divergent appearances, whether dominant, opulent, or subtle, are presented. This knowledge appears significant both from political and academic perspectives and particularly at the urban planning level, as the preservation and revitalization of a thriving downtown area will continue to be essential in the future, with luxury brands highlighting a societal controversy in this regard.
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