<div class="csl-bib-body">
<div class="csl-entry">Hummel, F. (2024). <i>Die Dreiersiedlung : Wiederbelebung des öffentlichen Raums einer ehemaligen Arbeiter:innensiedlung</i> [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.118720</div>
</div>
-
dc.identifier.uri
https://doi.org/10.34726/hss.2024.118720
-
dc.identifier.uri
http://hdl.handle.net/20.500.12708/196825
-
dc.description
Zusammenfassung in englischer Sprache
-
dc.description
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
-
dc.description.abstract
Angesichts globaler Krisen wie dem Klimawandel, der Verknappung von Ressourcen und sozialen Ungerechtigkeiten ist der Wandel zu einer nachhaltigen Lebensweise unverzichtbar. Die gebaute Umwelt, als maßgebliche Verursacherin von Umweltauswirkungen und (Re-)Produzentin gesellschaftlicher Verhältnisse, spielt eine entscheidende Rolle für den langfristigen Erhalt einer lebenswerten Umwelt für alle. Für den Paradigmenwechsel zu einer resilienten Stadtentwicklung braucht es nicht nur ökologische und energieeffiziente Bauten, sondern lebendige und sozial nachhaltige Nachbarschaften, die sich mit dem zur Verfügung stehenden Raum identifizieren und diesen gemeinschaftlich nutzen. Dem entgegen entwickeln sich Gemeinden im ländlichen Raum häufig zu Orten der Zersiedelung, Abwanderung und leerstehender Ortskerne mit mangelnder Versorgungsinfrastruktur. Im Rahmen des Smart-Cities Forschungsprojekts "Transform Ternitz" werden Konzepte für eine ehemalige Arbeiter:innensiedlung der Stadt Ternitz im Altindustrieraum Niederösterreichs erarbeitet. Die "Dreiersiedlung" soll dabei zu einem lebendigen und resilienten Quartier reaktiviert werden. Eingebettet in die Zielformulierung des Forschungsprojekts steht im Zentrum dieser Arbeit die Bedeutung eines gemeinschaftlich genutzten öffentlichen Raums für ein qualitatives und sozialintegratives Zusammenleben in der Siedlung und der gesamten Gemeinde. Hierfür wird insbesondere die von großem Leerstand betroffene ehemalige Ladenzeile ins Auge gefasst und Strategien zur Reaktivierung dieses Ortes als nachbarschaftliches Zentrum entwickelt.Auf der Grundlage einer Analyse der charakteristischen Potenziale und Herausforderungen des Standorts werden konkrete Lösungsstrategien auf unterschiedlichen Maßstäben und Handlungsfeldern entwickelt. Mit dem grundsätzlichen Anliegen eines wertschätzenden Umgangs mit dem Bestand und einer sozial gerechten Nutzung gemeinschaftlicher Raumressourcen werden sowohl kurzfristig umsetzbare Maßnahmen vorgeschlagen als auch Visionen für eine mittel- und langfristige Transformation der Siedlung aufgezeigt. Unmittelbare Maßnahmen können kollektiv umgesetzte Interventionen im öffentlichen Raum mit direktem Mehrwert für die Bewohner:innen sein. Mittel- und langfristig wird die Möglichkeit einer schrittweisen Aktivierung des Leerstands durch Pionier-nutzungen und einem ganzheitlichen, sozial-integrativen Nutzungskonzept aufgezeigt. Die Impulswirkung der Maßnahmen eröffnet Raum für einen langfristigen Prozess der kollektiven Gestaltung des gemeinsamen Lebensumfelds. Die räumliche Übersetzung konzeptioneller Anliegen bietet die Chance, den Entwurf sowohl als konkrete Option für die Dreiersiedlung als auch als Systemanleitung zur Umgangsweise mit ähnlich strukturierten Räumen zu lesen.
de
dc.description.abstract
Given global crises such as climate change, resource scarcity, and social injustices, the transition to a sustainable way of life is inevitable. The built environment, as a significant contributor to environmental impacts and a (re)producer of societal relations, plays a crucial role in the long-term preservation of a livable environment for everyone. For the paradigm shift towards resilient urban development, it requires not only ecological and energy-efficient buildings but also vibrant and socially sustainable neighborhoods that identify with the available space and utilize it collectively. In contrast, communities in rural areas often develop into places of urban sprawl, emigration, and vacant town centers with a lack of supply options. As part of the Smart cities s research project „Transform Ternitz,“ concepts are being developed for a former workers‘ settlement — the „Dreiersiedlung“ in Ternitz, in the old industrial area of Lower Austria. The aim is to reactivate it as a lively and resilient neighbourhood. Embedded within the objectives of the research project, this work focuses on the importance of a collectively used public space for a qualitative and socially inclusive coexistence in the settlement and the entire community. To this end, the project focused particularly on the former row of shops within the settlement, which suffers from a large number of vacancies, and develops strategies for reactivating this space as a neighborhood center.Based on an analysis of the site's characteristic potentials and challenges, concrete solution strategies were developed on various scales and within different fields of action. With a fundamental commitment to a respectful approach to the existing buildings and a socially equitable use of common spatial resources, both short-term implementable measures and visions for a medium and long-term transformation of the settlement are proposed. Immediate measures can be collectively implemented interventions in public space with direct added value for the residents. In the medium and long term, the possibility of a gradual activation of the vacant space through pioneer uses and a holistic socially integrative utilization concept is presented. The impulse effect of the measures creates space for a long-term process of collectively shaping the shared living environment. The spatial translation of conceptual concerns offers the opportunity to interpret the design as both a concrete option for the Dreiersiedlung and as a 'system guide' for dealing with similarly structured spaces.