Demir, M. B. (2025). Revelations of Re-use : challenging demolition culture through socio-economic and architectural interventions [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.118904
In dieser Diplomarbeit wird die in der Türkei vorherrschende Stadtentwicklungsstrategie kritisiert, die den Abriss historischer und nicht historischer Strukturen vorsieht, um neue städtische Entwicklungen einzuführen, bei denen wirtschaftlicher Gewinn Vorrang vor kultureller Kontinuität, sozialer Gerechtigkeit und der Integrität des bestehenden städtischen Gefüges hat. Dabei werden die verlassenen Silos der Türkischen Getreidebehörde (TMO) im Zentrum der drittgrößten türkischen Stadt Izmir als Fallstudie herangezogen, um die Möglichkeiten eines alternativen Ansatzes zu untersuchen. Die TMO-Silos (1958) liegen strategisch günstig am Knotenpunkt der öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt, wie dem Hauptbahnhof und dem Hafen im zentralen Stadtteil Alsancak, und stellen sowohl ein industrielles Erbe als auch ein gefährdetes Bauwerk dar, das auf den Abriss wartet. Anhand mehrerer globaler Beispiele wie Zeitz MOCAA (Kapstadt) und La Fábrica (Barcelona) schlägt die Studie die adaptive Wiederverwendung als nachhaltige Alternative zur Abriss- und Wiederaufbaukultur im Städtebau vor. Durch eine interdisziplinäre Analyse, die Geschichte, Stadtplanung, Politik, Sozioökonomie und Denkmalschutz umfasst, werden die Silos als Kultur- und Bildungszentrum neu konzipiert. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören die Bewahrung der architektonischen Identität, die Eindämmung der Korruption bei der Auftragsvergabe und ihrer Folgen für die Erwartungen der Öffentlichkeit an den Städtebau sowie die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Berufsausbildung und Selbststudium.
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This thesis critiques Turkey’s prevailing urban development strategy of demolishing historic and non-historic structures in order to introduce new urban developments that prioritize economic gain over cultural continuity, social equity, and the integrity of the existing urban fabric, using the abandoned Turkish Grain Board (TMO) silos in the centre of Turkey’s third biggest city, Izmir, as a case study to explore potentials of an alternative approach. Strategically situated at the junction point of the city’s public transportation elements such as the main train station and port in the central district of Alsancak, the TMO silos (1958) represent both industrial heritage and a structure in danger waiting for demolition. Analysing several global examples like Zeitz MOCAA (Cape Town) and La Fábrica (Barcelona), the study proposes adaptive reuse as a sustainable alternative to demolish-and-rebuild culture in urbanism. By interdisciplinary analysis spanning history, urban planning, politics, socioeconomics, and heritage conservation, the project re-imagines the silos as a cultural and educational hub. Key outcomes include preserving architectural identity, mitigating procurement corruption and its consequences in public expectancy of urbanism, and addressing unemployment through vocational and self training.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers