Um die Entwicklungen rund um das Kartonmöbel aufzeigen und verstehen zu können, ist es zunächst notwendig, sowohl auf den geschichtlichen Werdegang des (Karton-) Möbels als auch den des Werkstoffs näher einzugehen. Sinn und Zweck aller Ein- und Seitenblicke ist es à priori, die Wechselwirkung des Werkstoffs Karton in Bezug auf die Möbelfertigung auszuloten. Weiters werden die wesentlichen gestaltbildenden Aspekte, welche die sinnliche Wahrnehmung steuern, erläutert. Gedanken über Preisbildung und Auflagezahlen stellen den Einstieg in die zwiespältig zu betrachtende Welt der Produktion dar. Basiskenntnisse über die Produktionsverfahren sind an dieser Stelle unumgänglich, denn die Anpassung an die Gerätschaft der Verpackungstechnologie verlangt nach dem Wissen über deren Produktionsparameter. Einerseits wird die standardmäßige industrielle Fertigung in Form von Steck- und Faltmöbeln erörtert. Andererseits wird anhand einer Weiterentwicklung experimenteller Erscheinungsformen aufgezeigt, welche Bandbreite insgesamt denkbar wäre. Fragen der Nachbearbeitung verbinden schließlich die beiden vorerst getrennten Wege wieder miteinander.