Lang, J. (2025). Schieneninfrastruktur als bahnbrechender Faktor für den grenzüberschreitenden Verkehr? : eine regionale Bewertung des deutsch-österreichischen Abschnitts des Rhein-Donau-Korridors [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.127906
Ein attraktiver grenzüberschreitender Eisenbahnverkehr ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der europäischen Verkehrswende. Trotz jahrzehntelanger Bemühungen zur Errichtung eines unionweiten einheitlichen Eisenbahnraums, bestehen im Bereich der Infrastruktur weiterhin Barrieren und Hemmnisse. Dabei ist die Eisenbahn wie kaum ein anderer Verkehrsträger abhängig von einer durchgehend hochwertigen Infrastruktur. Denn ohne eine Harmonisierung sowie Aufwertung der technischen Infrastruktur rückt eine effektive Verkehrstransformation in weite Ferne.Die vorliegende Diplomarbeit erfasst und bewertet die Beschaffenheit der Schieneninfrastruktur auf einem Abschnitt des TEN-V-Korridors Rhein-Donau für das Jahr 2024 und 2040. Als thematische Ausgangslage dient dabei die Auseinandersetzung mit den Grundlagen des grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehrs in Europa sowie den besonderen Bedingungen im deutsch-österreichischen Verkehr. Dabei wird auch der passende Bewertungsparameter gesucht und mit der Festlegung auf Kongruenz gefunden. Diese Kongruenz (verstanden als Mischbegriff von Interoperabilität, Leistungsfähigkeit und Kontinuität) wird durch die Anfertigung und Durchführung eines Bewertungsmodells ermittelt. Dieses Modell setzt sich dabei maßgeblich aus den Schritten der Kriterienselektion, Recherche zu regionalen Datenausprägungen und aus einer individuellen Gewichtung zusammen. Letztere wird durch eine empirische Erhebung mithilfe von über 60 deutschen, österreichischen und internationalen Expertinnen und Experten durchgeführt. Die Kongruenzwerte für das Jahr 2024 deuten auf Ausbaudefizite für die deutschen Abschnitte des Korridors hin, während sich die projizierten Werte für das Jahr 2040 zwischen den zwei Staaten gleichen und eine Kongruenz annäherungsweise in Aussicht steht. Neben der Übereinstimmung von technischer Infrastruktur werden seitens der Teilnehmenden aber auch Einflussfaktoren wie ein harmonisiertes Trassenmanagement, Regelwerke und Dienstvorschriften als Schlüsselaspekte zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehrs genannt.
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Strong cross-border rail transport is a vital component of the European transport transition. Despite decades of ongoing efforts to establish a unified EU-wide rail area, structural barriers and obstacles remain, particularly in terms of infrastructure. Rail transport is more dependent on consistently high-quality infrastructure than other mode of transport.This thesis examines the state of rail infrastructure along a section of the TEN-T Rhine-Danube Corridor in 2024 and 2040. To this end, the fundamentals of cross-border rail transport in Europe and the specific circumstances of German-Austrian transport are first examined. This congruence (understood as a combination of interoperability, performance and continuity) is determined by creating and implementing a tailor-made evaluation model. This model consists primarily of criterion selection, regional data research and, in particular, the assignment of individual weightings. The latter is being carried out through an empirical survey involving over sixty experts from Germany, Austria and other countries. The congruence values for 2024 indicate infrastructure deficits for the German sections of the corridor. The projections for 2040 show a similar trend for both countries, with congruence coming into view. As well as technical infrastructure compatibility, participants cited harmonised route management, regulations and service regulations as key aspects for improving cross-border rail transport.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers