Mullins, J. (2025). Das Handl : vom Kino zum Kulturraum : Umnutzung statt Abriss [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2025.131493
Bauen im Bestand; Leerstand; Umnutzung; Holzbau; kulturelle Nutzung; Abrissvermeidung; Weiterbauen; Erhalt; Aufwertung; Transformation; historische Gebäude
de
Building within existing structures; Vacancy; Adaptive reuse; Timber construction; Cultural use; Demolition prevention; Continuation of the existing; Preservation; Enhancement; Transformation; Historic buildings
en
Abstract:
Bis vor kurzem standen an der äußeren Mariahilfer Straße zwei unscheinbare, doch markante Gebäude: ein Biedermeierhaus und ein ehemaliges Kino. Zusammen bildeten sie ein einzigartiges Ensemble, das von verschiedenen Epochen, Nutzungen und Geschichten geprägt war. Heute sind beide Bauten verschwunden. Ihr Platz wurde für einen renditeorientierten Neubau geräumt. Gerade in ihrem Verlust zeigt sich, wie wertvoll solche Häuser für das Stadtgefüge gewesen wären – als identitätsstiftende Anker, Träger von Erinnerungen und Räume, die neue Nutzungen ermöglichen. Diese Diplomarbeit geht der Frage nach, wie wir mit historischen Gebäuden umgehen, die trotz ihres städtebaulichen und kulturellen Werts vom Abriss bedroht sind. Am Beispiel dieses Ensembles wird ein architektonischer Gegenentwurf entwickelt, der eine Alternative zum Neubau aufzeigt. Die Arbeit versteht sich als Plädoyer für den Weiterbestand solcher Häuser – nicht als Relikte der Vergangenheit, sondern als lebendige Teile des Stadtraums. Im Zentrum steht der Entwurf, der das Potenzial des Vor-gefundenen aufgreift. Durch gezielte Eingriffe entstehen neue Formen von Wohnen, kultureller Nutzung und gemeinschaftlichen Räumen. Die Untersuchung bewegt sich an der Schnittstelle von Architektur, Baukultur und Stadtentwicklung und hat den Anspruch, Alternativen zum Abriss sichtbar zu machen. Der vergessene Bestand wird hierbei nicht als Schwäche, sondern als Ausgangspunkt für neue Entwicklungen betrachtet. Die Arbeit möchte dazu anregen, genauer hinzusehen – auf das, was schon da war und Geschichten erzählt – und sucht nach räumlichen Antworten, die sowohl architektonisch als auch gesellschaftlich relevant sind
de
Until recently, two unassuming yet striking buildings stood on the outer Mariahilfer Straße: a Biedermeier house and a former cinema. Together, they formed a unique ensemble shaped by different eras, uses, and stories. Today, however, both buildings have disappeared. Their site has been cleared to make way for a new, profit-driven construction. Their loss highlights just how valuable such buildings would have been for the urban fabric – as anchors of identity, bearers of memories and spaces that enable new uses. This thesis explores how we deal with historic buildings that are under the threat of demolition despite their urban and cultural value. Using this ensemble as an example, an architectural counter-design is developed which presents an alternative to new construction. This work is intended as a plea for the continued existence of such buildings – not as relics of the past, but as active components of urban spaces. The focus is on the design, which draws on the potential of the existing. Targeted interventions create new forms of living, cultural use, and communal spaces. This study aims to highlight alternatives to demolition at the interface of architecture, building culture and urban development. The forgotten existing buildings are not seen as a weakness, but as a starting point for new developments. The work aims to encourage people to take a closer look – at what was already there and tells stories – and seeks spatial answers that are both architecturally and socially relevant.
en
Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers