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<div class="csl-entry">Bakovic, T., Robisson, A., Preinstorfer, P., & Liberto, T. (2025, October 8). <i>Vom Abfall zum Baustoff: Tonhaltige Schlämme für gießfähigen Lehmbau</i> [Poster Presentation]. Blickpunkt Forschung: Nachhaltige Materialien und Werkstoffe @ TU Wien 2025, Wien, Austria.</div>
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dc.identifier.uri
http://hdl.handle.net/20.500.12708/224461
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dc.description.abstract
Die Zementproduktion ist für rund 7 % der weltweiten anthropogenen CO₂-Emissionen verantwortlich. Dieser hohe Anteil resultiert weniger aus dem spezifischen CO₂-Fußabdruck von Zement (ca. 0,83 kg CO₂/kg), sondern vielmehr aus der enormen Jahresproduktion von rund 4,1 Milliarden Tonnen die zur Deckung des globalen Baustoffbedarfs erforderlich ist. Um diesen Trend entgegenzuwirken, braucht es alternative Baustoffe mit deutlich geringerem CO₂-Fußabdruck – insbesondere angesichts des steigenden weltweiten Bedarfs.
Ein vielversprechender Kandidat ist Lehm – ein Baustoff, den die Menschheit seit über 9000 Jahren nutzt und aktuell eine Renaissance erlebt. Dies liegt nicht nur an seinem äußerst geringen ökologischen Fußabdruck (ca. 0,023 kg CO₂/kg), sondern auch an seinen bauphysikalischen Vorteilen: Lehm reguliert Feuchtigkeit und Temperatur auf natürliche Weise, besonders vorteilhaft angesichts zunehmend extremer Klimabedingungen, speichert Wärme, ist vollständig rezyklierbar, verursacht kaum Transportaufwand und kann Schadstoffe binden. Ein weiterer Vorteil: Lehm ist weltweit in nahezu unbegrenzten Mengen verfügbar. Zudem fallen jährlich große Mengen potenziell geeigneter Materialien als Nebenprodukt an – etwa bei Keramikherstellung oder aus Aushubmaterial, aber auch bei der Gesteinskörnungserzeugung.
Im Rahmen eines laufenden Forschungsprojekts mit der Firma Umdasch Group Ventures GmbH wurden bereits vielversprechende gießfähige Lehmrezepturen mit hoher Festigkeit entwickelt. In Fortsetzung dieser Arbeiten wird untersucht, ob auch tonreiche Waschschlämme – derzeit noch als Abfallprodukt betrachtet – als Baumaterialien einsetzbar sind. Allein in Mitteleuropa fallen jährlich etwa 15 Millionen Tonnen dieser schluffigen, tonhaltigen Rückstände aus der Gesteinskörnungserzeugung an – zum Vergleich: In Österreich werden jährlich ca. 4,4 Mio. Tonnen Zement produziert.
In dieser Studie wurden drei industrielle Waschschlämme untersucht: zwei kalkreiche (aus Österreich und Frankreich) sowie ein silikatreicher aus Österreich. Ergänzend wurde ein vierter Schlamm künstlich hergestellt, um gezielt gewünschte Eigenschaften einzustellen. Die rheologischen und mechanischen Untersuchungen zeigten vielversprechende Ergebnisse mit Druckfestigkeiten von bis zu 3,5 MPa – ausreichend für tragende und nichttragende Wände im Leicht- und Niedrigbau.
de
dc.language.iso
de
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dc.subject
Abfall
de
dc.subject
Waschschlamm
de
dc.subject
Lehmbau
de
dc.subject
gießbarer Lehm
de
dc.title
Vom Abfall zum Baustoff: Tonhaltige Schlämme für gießfähigen Lehmbau
de
dc.type
Presentation
en
dc.type
Vortrag
de
dc.type.category
Poster Presentation
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tuw.researchTopic.id
E5
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tuw.researchTopic.id
M4
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tuw.researchTopic.name
Efficient Utilisation of Material Resources
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tuw.researchTopic.name
Non-metallic Materials
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tuw.researchTopic.value
50
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tuw.researchTopic.value
50
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tuw.publication.orgunit
E207-01 - Forschungsbereich Baustofflehre und Werkstofftechnologie
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tuw.publication.orgunit
E212-02 - Forschungsbereich Stahlbeton- und Massivbau
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tuw.author.orcid
0000-0002-2434-6175
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tuw.author.orcid
0000-0001-5189-5375
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tuw.author.orcid
0000-0002-4985-9110
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tuw.event.name
Blickpunkt Forschung: Nachhaltige Materialien und Werkstoffe @ TU Wien 2025