Smaga, K. J. (2026). Transformation des Globusprovisoriums in Zürich zu einem urbanen Flussbad [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2026.134166
Adaptive Reuse; Transformation; Globusprovisorium; Urban River Bath
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Abstract:
Das Globusprovisorium befindet sich an einem der zentralsten Orte Zürichs, beim Hauptbahnhof, direkt am Ufer der Limmat. Ursprünglich war es als temporärer Bau gedacht, in dem das Warenhaus Globus einen provisorischen Standort fand bis das Gebäude an der Bahnhofstrasse fertig gestellt wurde. Der Abriss war im Jahr 1968 vorgesehen. Dennoch ist es bis heute erhalten und hat im Laufe der Zeit eine vielschichtige Nutzung und Geschichte erlebt. In der Zürcher Bevölkerung gilt es dennoch bei vielen als Fremdkörper. Zahlreiche Diskussionen und Vorschläge rankten sich in den vergangenen Jahrzehnten um seine Zukunft. Erkenntnisse aus dem Forum Papierwerd zeigen, dass das Areal künftig ein öffentlicher Ort für alle werden soll. In der Diplomarbeit wird ein alternativer Vorschlag für das Weiterbauen an der vorhandenen Struktur erarbeitet. Derzeit blockiert es den Zugang zum Wasser, unterbricht die räumliche Kontinuität entlang der Limmat und verstellt die Sichtbeziehung zum Fluss. Dadurch wird das Potenzial des Ortes als öffentlicher Raum nicht ausgeschöpft. Eine Transformation hin zu einer transparenten, zugänglichen und überwiegend öffentlichen Struktur wird daher befürwortet. Die Dip-lomarbeit behandelt das Globusprovisorium und seine städtebauliche Integration sowie Nähe zum Fluss. Zu Annäherung an den Ort wird die von Lucius Burckhardt entwickelte Promenadologie genutzt. Sie begreift den Stadtraum wie eine Abfolge von Wahrnehmungssequenzen. Der Spaziergang wird dabei zur Methode, um Brüche, Übergänge und Potenziale im Stadtraum sichtbar zu machen. Durch die Promenadologie wurde sichtbar, dass sich in diesen Raumsequenzen nicht nur Potenziale und Brüche zeigen, sondern dass darin auch die urbane Identität Zürichs zum Ausdruck kommt. Ein Flussbad an dieser Stelle würde diese Identität aufgreifen und stärken, indem es als Ort der Offenheit, Begegnung und Verbindung von Stadt und Wasser fungiert. Diese Verbindung von Wahrnehmungsanalyse und Identitätsfrage bildet die Basis der vorliegenden Arbeit. Im Entwurfsprojekt wird anschließend ein Vorschlag für ein Flussbad ausgearbeitet. Die bestehende Struktur des Globusprovisoriums wird transformiert und in eine offene Pavillonstruktur umgewandelt, die Infrastruktur für das Flussschwimmen in der Limmat bereitet.
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The Globusprovisorium is located in one of Zurich's most central locations, near the main railway station and directly on the banks of the Limmat River. It was originally intended as a temporary building to house the Globus department store until the building on Bahnhofstrasse was completed. Demolition was planned for 1968. Nevertheless, it has been preserved to this day and has undergone a variety of uses and history over time. However, many Zurich residents still consider it an eyesore. Numerous discussions and proposals have centred on its future in recent decades. Findings from the Forum Papierwerd show that the area should become a public space for everyone in the future. This thesis develops an alternative proposal for continuing to build on the existing structure. Currently, it blocks access to the water, interrupts the spatial continuity along the Limmat and obstructs the view of the river. As a result, the potential of the site as a public space is not being fully exploited. A transformation into a transparent, accessible and predominantly public structure is therefore advocated. The thesis deals with the Globus temporary building and its urban integration as well as its proximity to the river. To approach the location, I used the theory of strollology developed by Lucius Burckhardt. It understands urban space as a sequence of perceptual sequences. The walk becomes a method for revealing breaks, transitions and potential in urban space. Strollology revealed that these spatial sequences not only reveal potential and discontinuities but also express Zurich's urban identity. A river bath at this location would capture and strengthen this identity by serving as a place of openness, encounter and connection between the city and the water. This combination of perception analysis and identity issues forms the basis of this work. The design project then develops a proposal for a river pool. The existing structure of the Globus Provisorium is transformed into an open pavilion structure that provides the infrastructure for swimming in the Limmat.
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