Troy, J., Schön, K., & Schwarz, J. (2026). reduce : CO₂-Einsparpotenzial durch verstärkten Einsatz von Holz im Geschosswohnungsbau (J. Troy, Ed.; No. 1). https://doi.org/10.34726/12122
E253-04 - Forschungsbereich Hochbau und Entwerfen E280 - Institut für Raumplanung
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Report No.:
1
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Date (published):
31-Mar-2026
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Number of Pages:
186
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Keywords:
Holz; Holzbau; Holzbauweise; Geschosswohnungsbau; CO2 emissions; Nachhaltigkeit; Substitution; Holzhybridbauweise; Holzhybridbau; Vergleichende Modellbildung; Vergleich; Einsparpotenzial; Kennwerte; Österreich; LCA; Life Cycle Assessment; Global Warming Potential; Ökobilanzierung
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Abstract:
Der Gebäudesektor verursacht einen wesentlichen Anteil der globalen Treibhausgasemissionen. Während betriebliche Emissionen infolge steigender energetischer Standards kontinuierlich reduziert wurden, rücken die Emissionen aus der Herstellungsphase zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie das CO₂-Einsparpotenzial durch den verstärkten Einsatz von Holz im mehrgeschossigen Wohnbau in Österreich. Im Zentrum steht die vergleichende Ökobilanzierung der Primärstruktur in den Lebenszyklusmodulen A1–A3 gemäß ÖNORM EN 15804 und EN 15978.
Grundlage der Analyse bilden 20 geplante oder realisierte Wohnbauprojekte, denen jeweils ein funktionell äquivalentes Zwillingsgebäude in alternativer Bauweise gegenübergestellt wird (Holz-/Holzhybridbauweise und mineralische
Stahlbetonbauweise). Auf Gebäudeebene werden Substitutionspotenziale sowie Kohlenstoffspeicherpotenziale ermittelt und in Form belastbarer Kennwerte ausgewiesen. Diese dienen in weiterer Folge der Hochrechnung des CO₂-Einsparpotenzials auf regionaler und nationaler Ebene unter Berücksichtigung der aktuellen Wohnbautätigkeit in Österreich.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahl der Primärkonstruktion einen signifikanten Einfluss auf das Treibhauspotenzial in der Herstellungsphase hat.
Holz- und Holzhybridbauweisen weisen im Vergleich zur mineralischen Bauweise deutlich reduzierte fossile Emissionen auf und ermöglichen zusätzlich die temporäre Speicherung biogenen Kohlenstoffs im Gebäude.
Die Hochrechnung verdeutlicht, dass bereits moderate Steigerungen des Holzbauanteils im mehrgeschossigen Wohnbau ein substanzielles nationales Emissionsminderungspotenzial darstellen.
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The building sector accounts for a substantial share of global greenhouse gas emissions. While operational emissions have been continuously reduced as a result of increasingly stringent energy performance standards, emissions associated with the production phase are receiving growing attention. Against this background, the present study investigates the potential for CO₂ emission reductions through the increased use of timber in multi-storey residential buildings in Austria. The focus is on a comparative life cycle assessment of the primary structural system for life cycle modules A1–A3 in accordance with ÖNORM EN 15804 and EN 15978.
The analysis is based on 20 planned or completed residential building projects, each of which is compared with a functionally equivalent twin building in an alternative construction system: timber or timber-hybrid construction versus mineral-based reinforced concrete construction. At building level, substitution potentials and carbon storage potentials are determined and reported as robust key indicators. These indicators are subsequently used to extrapolate the CO₂ reduction potential at regional and national levels, taking into account current residential construction activity in Austria.
The results show that the choice of primary structural system has a significant influence on the global warming potential of the production phase. Compared with mineral-based construction, timber and timber-hybrid construction systems exhibit substantially lower fossil greenhouse gas emissions and additionally enable the temporary storage of biogenic carbon in buildings.
The extrapolation demonstrates that even moderate increases in the share of timber construction in multi-storey residential buildings can represent a substantial national potential for emission reduction.
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Project title:
reduce - CO2-Einsparpotential durch verstärkten Einsatz von Holz im Geschosswohnungsbau: BMLRT/III-2023-M9/13 (BM für Land- und Forstwirtschaft, U und Wasserwirtschaft)
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Additional information:
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Waldfonds, einer Initiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert und im Rahmen des Programms Think.Wood der Österreichischen Holzinitiative durchgeführt.
Diese Studie wird als wissenschaftlicher Bericht im institutionellen Repositorium reposiTUm der TU Wien veröffentlicht. Die Veröffentlichung dient der dauerhaften Zugänglichmachung, Auffindbarkeit und Zitierbarkeit. Es handelt es sich nicht um eine peer-reviewte Journalpublikation.
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Research Areas:
Urban and Regional Transformation: 80% Efficient Utilisation of Material Resources: 20%