Burkhart, N. (2022). Power Tower - Nichts als heiße Luft [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2022.95068
Steigende Temperaturen, weniger Abkühlung: Was zunächst wie ein Horrorszenario klingt, birgt auch Chancen für utopische Fiktionen: Denn die Sonne ist eine hervorragende Energiequelle und mit mehr Sonnentagen im Jahr können wir mehr Strom produzieren. Es gilt, alte Denkweisen über Bord zu werfen und ganzheitlich gedachte Nachhaltigkeit als Ausgangspunkt für einen neuen Ausdruck von Architektur und Technik heranzunehmen.Die Arbeit „Power Tower - Nichts als heiße Luft“ verbindet gleichermaßen kreativ-intuitive wie auch wissenschaftlich-analytische Fähigkeiten. Architektonische Referenzen, technische Systeme, Mythen des Ortes und alltägliche Gegenstände werden analysiert und interpretiert. Anhand von Texten, Diagrammen und Zeichnungen werden sie für die Architektur produktiv gemacht. Eine schlüssige Erzählung, die Narration, verbindet vom Großen bis ins Kleine die unterschiedlichsten Dinge aus einer inneren Notwendigkeit heraus. Das Projekt lässt seinen Sinn aber nicht aus dem Rückgriff auf Vorhandenem entstehen, sondern liefert durch die neuartige Kombination der Dinge einen ganz autonomen Beitrag zur zeitgenössischen Architektur.Was entsteht, ist ein urbanes Kraftwerk, das in seiner fiktiven Symbolkraft an die Entwürfe der Metabolisten erinnert. Uralte Lösungen wie die des Solarkamins werden für die Bauaufgabe zu einem hohen zentralen Kamin und einer riesigen Kollektorfläche im Erdgeschoss weiter entwickelt. Der schwebende Baukörper und das filigrane Tragwerk erinnern an die Wassertürme des russischen Ingenieurs Vladimir Schuchow, das hybride Raumprogramm an den Klosterplan von St. Gallen. Im Gegensatz zur außenliegenden Megastruktur, die vom John Hancock Center in Chicago abgeleitet wurde, wirkt die Fassade mit den transparenten Lüftungsklappen filigran wie das Federkleid eines Vogels. In einer Zeit, die von steigenden Temperaturen und immer knapper werdenden Energieressourcen geprägt ist, macht die Utopie „Power Tower“ Mut, neue Wege zu gehen.
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Rising temperatures, less cooling: What at first sounds like dystopia, hides also a chance for new ideas. Since the sun is a perfect energy source we can produce way more power due more sunny days per year. We have to throw old principles overboard and start to see architecture combined with technical functionality as a new path of sustainability.The master thesis “Power Tower – Nothing but hot air” combines creative-intuitive as well as scientific-analytical aspects. For the research architectural references, technical systems, the history of the location but also daily objects have been analyzed and interpreted. By means of drawings, texts and diagrams all these influences were translated into architecture. The key for all this is the narration – a story that combines the smaller and bigger details to the innateness of the most different objects. Still the project does not get its meaning from former ideas, but creates its own contribution to modern architecture by the innovative combination of existing inventions.The result is an urban power plant, which with its powerful symbolism reminds one of the design of metabolism. Ancient ideas such as a solar chimney are developed to a huge vertical chimney next to a large collector panel on the ground floor. The floating structure and the light framework can be seen as a reference to the russian engineer Vladimir Schuchow – the hybrid room structure on the other hand reminds one of the monasteries in St. Gallen. The outer mega structure is a reference to the John Hancock Center in Chicago but as a contrast the transparent air panels seem as light as a birds cloat. In times of rising temperature and increasingly scarce ressources, the utopian “Power Tower” shows the possibility of exploring new horizons.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers