Title: Haltezeitenrelationen am Beispiel der Wiener Schnellbahn
Language: Deutsch
Authors: Wehr, Werner 
Qualification level: Diploma
Keywords: Haltezeiten; Wiener Schnellbahn
dwell times; viennese municipal railway
Advisor: Ostermann, Norbert
Assisting Advisor: Tuna, Doris
Issue Date: 2010
Number of Pages: 99
Qualification level: Diploma
Abstract: 
Zusammenfassung Die Haltezeiten von Zügen im Wiener Schnellbahnnetz stellen heutzutage einen unbefriedigenden Zustand dar. So wird nur ein Teil der Zeit, welche der Zug in den Stationen steht auch tatsächlich für den Fahrgastwechsel aufgewandt. Hinzu kommt noch, dass auch dieser Fahrgastwechsel keinesfalls dem Optimum entspricht. Abhängig vom Andrang der Passagiere kommt es zu erheblichen Schwankungen der Fahrgastwechselzeit. Somit besteht auf der einen Seite die Gefahr, dass Verspätungen durch einen hohen Fahrgastwechsel auftreten können, auf der anderen Seite jedoch eine zu hohe Pufferzeit in den Stationen die Leistungsfähigkeit des Systems Bahn herabsetzt. Beide Situationen wirken sich negativ auf das Empfinden des Fahrgastes und damit die Attraktivität des Systems Schnellbahn aus, was wiederum eine Verschiebung des Modal-Splits zur Folge hat.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Haltevorgang der Wiener Schnellbahnen als ganzes und soll neben einer Aufnahme des derzeitigen Zustandes auch Ausblick auf Verbesserungsmöglichkeiten geben.
Für diese Untersuchung waren Datenerhebungen in ausgewählten Bahnhöfen des Wiener Schnellbahnnetzes notwendig, welche in den Sommermonaten der Jahre 2008 und 2009 durchgeführt wurden. Dabei wurde mittels Videoaufnahmen der Haltevorgang festgehalten und Bild für Bild analysiert. Somit konnten die einzelnen Ereignisse zeitlich exakt aufgenommen und aus diesen Daten der jeweilige Zeitbedarf ermittelt werden. Es wurden ca. 450 Haltevorgänge aufgenommen, wobei das Verhalten von ca. 5000 Fahrgästen aufgezeichnet werden konnte.
Die Einflussfaktoren wie das Alter der Fahrgäste, deren Gepäck, aber auch die Ausgestaltung des Einstiegsbereiches wurden in den folgenden Auswertungen untersucht.
Bezüglich des zeitlich höchst relevanten Abfertigungsvorganges wurden die derzeitig gültigen Ablaufvorschriften dargelegt und der daraus entstehende Zeitbedarf gemessen.
Insgesamt hat sich aus den Messungen ergeben, dass neben den Schwankungen der Dauer des Fahrgastwechsels (hauptsächlich bedingt durch die Fahrgastanzahl und die Einstiegsgestaltung, sowie die Türauslastung), auch die Abfertigungsvorgänge erhebliche Variationen in der zeitlichen Komponente aufwiesen.
Alleine durch Anpassungen des Einstiegsbereiches und einer forcierten Abfertigung ergeben sich Einsparungspotenziale von bis zu einem Drittel der Haltezeit, welche für energiesparende Fahrweisen, höhere Pünktlichkeit und gesteigerte Leistungsfähigkeit des Systems Schnellbahn genutzt werden können. Darüber hinaus würde dies zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit führen, weshalb alle in dieser Arbeit genannten Maßnahmen unter dem Gesichtspunkt der Verbesserung der Situation für den Fahrgast betrachtet werden müssen.

Abstract The dwell times of trains running on the viennese municipal railway network nowadays form an unsatisfying state. Only a fraction of the train stop in the railroad station is used for the entry and exit of passengers. Additional the process of entry and exit is not according to the optimum. Depending on the passenger rush, there is the possibility of considerable fluctuations in the time of entry and exit of the train.
Deductive two situations are possible: on the one hand delays because of too large passenger exchange time can increase and on the other hand timetables can be constructed with too large time allowance. Both circumstances reduce the capacity of the municipal railroad.
Both situations have a negative effect on the perception of passengers and therefore the attractivity of the municipal railroad results in a shift in the modal-split.
This work deals with the dwell procedure of the viennese municipal railroad and intends to show possibilities to improve the dwell times.
For the analyses, data ascertainment in selected railway stations were necessary, which took place in summer 2008 and 2009. Via videorecording the dwell process had been stored and later on has been analysed frame by frame. Therefore it was possible to identify events with an exact timestamp and with these data it was possible to determine the times used.
In sum about 450 dwell processes were recorded including about 5000 characteristics of passengers behaviour.
The influencing factors like passenger age, their luggage and also the design of the train entrance have been considered in the following analyses. According to the importance of dispatch processes valid regulations have been given a summary of, as well as the measurement of the resulting time needed.
In sum, data has shown that alongside the fluctuation of the time needed for the passengers to entry and depart the train (because of the passenger rush, the design of the entrance, as well as the use of door capacity), also the dispatching process shows a significant amount of fluctuation in the time component.
Modifying and redesigning the trains entrance and optimizing dispatching processes result in reducing dwell times to about two-thirds to three-quarters.
This time then can be used for energy-saveing train operation, enhanced punctuality and an overall increased capability of the system municipal railway. Additional it would lead to an increase in passenger satisfaction, wherefore all measures are considered with an improvement for the passengers in mind.
URI: https://resolver.obvsg.at/urn:nbn:at:at-ubtuw:1-42103
http://hdl.handle.net/20.500.12708/11602
Library ID: AC07808741
Organisation: E230 - Institut für Eisenbahnwesen, Verkehrswirtschaft und Seilbahnen 
Publication Type: Thesis
Hochschulschrift
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