Simić, M. (2022). Ein neues Gewand der serbisch-orthodoxen Kirche [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2022.106800
In jeder Kultur gehören Sakralbauten zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Architektur. Die Verbindung von Ästhetik und Spiritualität macht sie zu Gebäuden von gesellschaftlicher Relevanz. Kirchen sind Stein gewordener Glaube, mit Worten nicht fassbare Orte der Hoffnung und des Trostes. Früher waren sie auch im physischen Sinn Orte der Zuflucht. Es sind Topoi des Unfassbaren, selbst die kleinsten und unscheinbarsten Kirchen werden an Kirchenfeiertagen zu besonderen Stätten, an denen sich (wie große auch immer) Menschenmengen versammeln.“Tim Hursley Verfolgt man die Entwicklung von biblischen Vorbildern über die altchristliche Kirche und Byzanz, aus dem die Orthodoxie ihre Wurzeln schöpft, gelangt man zur national gebundenen Orthodoxie, um genau zu sein, zu dem Beispiel der serbisch-orthodoxen Kirche. Die große architektonische Blüte im Mittelalter, mit einzelnen, glänzenden Beispielen aus der osmanischen Zeit und dem 19. Jahrhundert, endete im 20. und 21. Jahrhundert mit Stagnation.Der Versuch der Rechtfertigung, bei dem man sich von der Tradition fort bewegt, aber dennoch Tradition als Inspiration verwendet und dabei den Kanon des Glaubens und des Sakralbaus respektiert, schafft eine Idee einer möglichen Darstellung, die, in Bezug auf den architektonischen Geist und die Präsentation der heutigen Zeit, angemessen ist.
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“In every culture, sacred buildings are among the most demanding tasks of architecture.The combination of aesthetics and spirituality makes them buildings of social relevance.Churches are faith turned into stone,places of hope and consolation that cannot be put into words. In the past, they were also places of refuge in a physical sense. They are topoi of the incomprehensible, even the smalle stand most inconspicuous churches become special places where crowds (however large) gather on church holidays.”If one follows the development of biblical models via the early Christian church and Byzantium, from which orthodoxy draws its roots, one arrives at nationally bound orthodoxy,specifically on the example of the Serbian orthodox church. A great architectural flourishing in the Middle Ages, single,brilliant examples from the Ottoman periodand from the 19th century ended withstagnation in the 20th and 21st centuries.Trying to move from tradition as justification to tradition as inspiration, while respecting thecanon of faith and sacred architecture, onecreates an idea of a possible representation that is appropriate in terms of the architecturalspirit and presentation of the present day.
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Zusammenfassung in englischer und serbischer Sprache