Fischer, K. (2010). Organisationsentwicklung bei den ÖBB in Hinblick auf die Immobilienbewirtschaftung und das FM [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. http://hdl.handle.net/20.500.12708/158968
Die vorliegende Arbeit erklärt, betrachtet und analysiert die Organisations- und Weiterentwicklung bei den Österreichischen Bundesbahnen im Hinblick auf die Immobilienbewirtschaftung und des Facility Management im Betrachtungszeitraum vom Dezember 1992, nämlich ab Inkrafttreten des Bundesbahngesetzes zur Neuordnung der Rechtsverhältnisse bis hin zur nunmehr aktuellen Neuorganisation des Immobilienbereiches per 01. Jänner 2010. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Analyse und Betrachtung der einzelnen Entwicklungsschritte einer Organisation im Laufe der letzten 15 Jahre. Für jeden dieser Organisationsschritte erfolgt eine Erläuterung der Gegebenheiten. Im ersten Schritt werden wichtige Begriffsbestimmungen erläutert, um ein einigermaßen einheitliches Verständnis in der Immobilienbewirtschaftung zu ermöglichen. Die Untersuchung der Organisationsentwicklung und deren Optimierung beginnt mit Inkrafttreten des Bundesbahngesetzes 1992. Ursprünglich handelte es sich um einen technischen Bereich mit der Kernkompetenz auf dem Fachgebiet der Hochbau / Haustechnik. Um hier Verbesserungen und Leistungssteigerungen zu erzielen wurden auch dahingehend erste wichtige organisatorische und personalwirtschaftliche Maßnahmen gesetzt. Es folgt mit 2003 die Gründung eines eigenen Facility Managementbereiches im Konzern, um definierte technische-, infrastrukturelle- und kaufmännische Dienstleistungen für andere Geschäftsbereiche erbringen zu können. Den Grundstein für eine weitere Entwicklung in Richtung einer marktorientierten Gesellschaft für die bestmögliche Bewirtschaftung von Immobilien legt das Bundesbahnstrukturgesetz 2003 und es wird mit Jahresmitte 2004 die ÖBB - Immobilienmanagement GmbH gegründet. Im Wesentlichen waren damit die Voraussetzungen für eine serviceorientierte Dienstleistungsorganisation im Immobereich geschaffen. Die Gesamtheit der zu erbringenden Dienstleistungen und einer Entgeltregelung wird in einem Immobilienmanagementvertrag festgehalten. Schließlich wird aufgrund einer neuerlichen Gesetzesänderung per 01. 01. 2010 und den daraus resultierenden Anforderungen an den Dienstleister eine Möglichkeit einer Organisation mit Einbindung des Facility Management mit Ergebnisverantwortung vorgeschlagen und beschrieben.