Chmelarz-Moswitzer, M. (2011). Erweiterte Märkte nach 1989 : Auswirkungen auf die Förderpolitik im Bereich Bildende Kunst auf Bundesebene (Österreich) [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. http://hdl.handle.net/20.500.12708/158981
Diese Arbeit untersucht auf welche Weise das öffentliche Kunstförderungssystem den Herausforderungen durch die Erweiterung der Märkte seit dem Fall des so genannten Eisernen Vorhangs 1989 begegnet und wie sich dies ausgabenseitig niederschlägt. Die Analyse basiert auf öffentlich zugänglichen Daten zu den Ausgaben des Bundes im Kunstbereich und konzentriert sich auf das bildkünstlerische Feld. Um der Komplexität der Materie gerecht zu werden wurde eine interdisziplinäre Vorgangsweise gewählt; über die fokussierten wirtschaftlichen Kriterien hinaus, demonstriert die Master's Thesis Offenheit für Beiträge unterschiedlicher Disziplinen und verbindet somit synergetisch Anteile der Wirtschafts-, Sozial-, Geistes- und Kultur- sowie Politikwissenschaften, Beiträge aus der Politik selbst, der Kunst und Kunsttheorie. Sie nimmt Bezug auf den Aufschwung am Markt für zeitgenössische Kunst in den 1980er Jahren, die Ostöffnung, globalisierende Kunstmärkte wie Effekte der Globalisierung, die zur Auflösung westlicher Hegemonie in der modernen und zeitgenössischen bildenden Kunst geführt und das Feld weltweit für eine als post-historisch oder auch post-ethnisch bezeichnete Kunst bereitet haben. In der Einleitung wird auf Grund der Erweiterung der Märkte ein erhöhter Förderbedarf für die Steigerung des internationalen Bekanntheitsgrades heimischer KünstlerInnen, regionale Kunst- und Kulturinitiativen, Kunstrichtungen, die im Zusammenhang mit technologischen Neuentwicklungen stehen und die Aufwertung und Qualitätsentwicklung im Kulturmanagement bzw. der Kunstvermittlung definiert. Spezifische Daten zu den Kunstbudgets der 1980er, 1990er Jahre und aus dem 21. Jahrhundert zeigen entsprechende kunstpolitische Impulse, Budgetentwicklungen und politische Trends in der Förderung auf.