Wimmer, O. (2011). Drift - Entwurf einer Schiffsanlegestelle und Konzept zur Uferneugestaltung in Hainburg an der Donau [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. http://hdl.handle.net/20.500.12708/159872
Schiffsanlegestelle; Hainburg an der Donau; Donau; Ufer; Nationalpark Donauauen; schwimmende Konstruktion; Donauschifffahrt
de
ship landing; dock; Hainburg an der Donau; danube; national park; twin cities; Vienna; Bratislava; floating; danube ship traffic
en
Abstract:
Eingebettet in die einmalige Naturlandschaft des Nationalpark Donauauen und der Hundsheimer Berge liegt Hainburg, eine kleine Stadt im Osten Österreichs mit überaus langer und reicher Geschichte, die durch ihre außergewöhnliche Lage eine historisch gewachsene wirtschaftliche, kulturelle, politische und auch ethnische Drehscheibe zwischen Ost- und Westeuropa darstellte und durch diese prosperierte. Dieser Rang wurde der Stadt jedoch nach dem 1.<br />Weltkrieg, durch die neu entstandene Grenze zur Tschechoslowakischen Republik zu einem großen Teil abgesprochen und in weiterer Folge im 2.<br />Weltkrieg und schlussendlich durch die Errichtung des "Eisernen Vorhanges" 1948 gänzlich entzogen. In der zweiten Hälfte des 20.<br />Jahrhunderts wurde die Stadt Hainburg somit in die Sackgasse Westeuropas gestellt und fristete rund 50 Jahre lang als Grenzstadt ein Dasein geprägt von wachsender kulturelle Isolation und anhaltender Provinzialisierung. 1984 rückte Hainburg in das Bewusstsein des Landes Österreich, durch die Proteste gegen die Errichtung eines Wasserkraftwerks und die damit verbundenen drohenden Eingriffe in den Naturraum der Donauauen. Seit den 90er Jahren konnten Stadtgemeine und Region die Besonderheiten der Stadt wieder öffentlichkeitswirksam bewerben (1996 Nationalpark Donauauen, seit 2001 Mittelalterstadt Hainburg); ein großer Schritt für die Öffnung, Wieder-Erschließung, Revitalisierung sowie Weiterentwicklung und potenzielle Neu-Positionierung Hainburgs wurde durch den EU-Beitritts der Slowakei und auch Ungarns 2004 und den Wegfall der Grenzen 2007 gesetzt. Hier ergibt sich die Chance Hainburg wieder in das Zentrum, nicht an das "Ende" Europas zu platzieren. [01.01, 01.04, 01.05, 01.06] Vor diesem Hintergrund, und mit dem erklärten Ziel eine Annäherung an die Wieder-Einbindung und -Verflechtung Hainburgs in überregionale, transnationale Netze zu schaffen, wird in dieser Arbeit ein Konzept präsentiert, das durch die Thematisierung der Donau - als Transportweg und metaphorische Anleihe an das Thema "Fluss" und "Strömung" -, die Nutzung der Lage Hainburgs an ebendiesem Fluss sowie die Einbindung und Präsenz der Naturlandschaft Au neue Nutzungen und Erschließungen der Uferzone der Stadt schaffen soll, und vor allem auch seine metaphorischen Entwurfsgrundlagen bezieht. Im zweiten Teil der Arbeit wird allen voran ein Masterplan gezeigt, der eine grundsätzliche Strategie zum Umgang mit der Uferzone zeigt - der dynamische Donaufluss mit seinen Pegelschwankungen wird durch eine Uferpromenade neu bespielt - und eine neue Vernetzung mit dem unmittelbar zugänglichen Naturraum auf der Johler Insel (Teil der Au) darstellt. Im Zentrum dieses Masterplans steht der Entwurf einer schwimmenden Schiffsanlegestelle für Personenschiffe (1) als Symbol und Mittel der (Wieder-) Einbindung und Öffnung der Stadt in den grenzenlosen Donauraum - durch seine Funktion und Nutzung - und (2) die Verbindung der Stadt mit den umgebenen dynamischen, organischen Elementen Donaustrom und Donauau - durch die Gestalt und metaphorische Anleihe.
de
This thesis is focussing on designing a ship landing in Hainburg an der Donau, a small town in the east of Austria, right on the boarder to Slovakia. Its unique landscape and past as well as the historical importance of its transport system and strategic set provide the ideal context for a new waterfront. The design is aimed at re-opening the mediaval town towards the river danube, the national park Donauauen and re-positioning it in the metropolitan area of the twin cities Vienna and Bratislava.
en
Additional information:
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers