Diwischek, S. (2012). [Sub]culture - 11 unterirdische Räume für Musik : Zentrum für Musik und Kultur im Linzer Schlossberg [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. http://hdl.handle.net/20.500.12708/160529
Verborgen unter der Pracht des Linzer Schlossesbergareals befindet sich mit den Schlossbergstollen eine weitläufige Parallelwelt bzw. Heterotopie im Zentrum von Linz, deren Entstehungsgeschichte von unterschiedlichen Zeiten und Motiven geprägt ist. Seit dem Mittelalter wurden im Schlossberg nachweislich unterirdische Kellereien und Stollen angelegt, welche bis ins 20. Jahrhundert kontinuierlich erweitert wurden. Der umfangreichste Ausbau der Stollenanlagen ist in der Zeit des Zweiten Weltkriegs im Kontext der Vergrößerung der Linzer Großkeller für Luftschutzzwecke entstanden. In den siebziger Jahren kamen die Schlossbergstollen schließlich aufgrund ihrer Eignung als potentielle Strahlenschutzräume in Besitz der Bundesgebäudeverwaltung und werden im Moment nicht genutzt.<br />Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Schlossbergstollen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und durch den Ausbau in ein (populär-)kulturelles Zentrum in einen neuen Kontext zu setzten und mit Leben zu füllen. Der Unsichtbarmachung in den langen Jahren nach dem Krieg wird eine Archäologie der Sichtbarmachung entgegengesetzt, sodass die Stollen - wenn auch mit neuen Funktion ausgestattet - zu erlebbaren Markierungen der Vergangenheit werden.<br />Durch das Zentrum für Musik und Kultur im Schlossberg wird darüber hinaus der Kulturraum entlang der Donau in Richtung Westen erweitert und eine auf straßenverkehrsebene liegende Wegverbindung zwischen der durch den Schlossberg getrennten westlichen Altstadt und der stadtauswärts führenden Oberen Donaulände geschaffen.<br />
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Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers