Giffinger, R., & Kramar, H. (2012). Kleinstädte als Wachstumsmotoren ländlich-peripherer Regionen: Das Beispiel Waldviertel. DISP, 48(2), 63–76. https://doi.org/10.1080/02513625.2012.721609
E280-02 - Forschungsbereich Stadt- und Regionalforschung
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Journal:
DISP
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ISSN:
0251-3625
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Date (published):
Jun-2012
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Number of Pages:
14
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Publisher:
ROUTLEDGE JOURNALS, TAYLOR & FRANCIS LTD
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Peer reviewed:
Yes
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Keywords:
Regionalentwicklung; Geography, Planning and Development; Zentralisierung; Peripherisierung; Steuerungsinstrumente
en
Abstract:
In den letzten Jahrzehnten haben sich die Rahmenbedingungen für die regionale Siedlungsentwicklung in Österreich durch den Fall des Eisernen Vorhanges, den Europäischen Integrationsprozess sowie durch den zunehmenden Konkurrenzdruck auf Städte und Regionen verändert. Folge daraus sind sehr unterschiedliche Formen der Siedlungsentwicklung: Der Agglomeration von Bewohnern, Arbeitsplätzen und Gebäuden in den Zentren (ÖROK Citation 2008) stehen Prozesse der baulichen Alterung sowie der soziodemografischen und wirtschaftlichen Erosion in peripheren Regionen gegenüber (Giffinger, Kramar Citation 2008). Allerdings zeigen diese Studien auch, dass diese regionalen Wachstumsund Schrumpfungsprozesse nicht immer gleichzeitig, sondern häufig nur einzeln oder sogar in zueinander konträren Kombinationen auftreten. Die österreichischen Regionen und Städte stehen daher vor sehr spezifischen Herausforderungen zur effektiven Steuerung ihrer Entwicklung unter verschärften Wettbewerbsbedingungen. Insbesondere Kleinund Mittelstädte ausserhalb der Zentralräume stehen vor der schwierigen Aufgabe, sich gegenüber den grossen Agglomerationen behaupten zu müssen, um ihrer Rolle als Motor für die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raums gerecht zu werden.
Das Hauptaugenmerk dieses Beitrags liegt angesichts solcher neuen Trends und Herausforderungen auf der Erklärung von Entwicklungen, die aus dem Zusammenwirken soziodemografischer, wirtschaftlicher und funktionaler Faktoren der territorialen Wettbewerbsfähigkeit resultieren. Es gilt daher, die Einflussfaktoren regionaler Zentralisierungsund Peripherisierungsprozesse sowohl aus strukturell-allokativer Sicht als auch aus funktional-angebotsorientierter Sicht zu identifizieren. Zu diesem Zweck werden zunächst relevante Ansätze zur Erklärung der räumlich divergenten Entwicklung diskutiert. Diese Prozesse werden anhand der wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung des Waldviertels empirisch abgebildet und untersucht, wobei vor allem die Rolle der regionalen Zentren als Wachstumsmotoren einer strukturschwachen Region analysiert wird. Im Anschluss werden die für das Waldviertel relevanten raumordnungsund regionalpolitischen Instrumente hinsichtlich ihrer Eignung zur Entwicklungssteuerung betrachtet. Aus der Gegenüberstellung der räumlichen Entwicklungen und der Steuerungsinstrumente werden schliesslich raumordnungsund regionalpolitische Anforderungen für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Entwicklung der Region Waldviertel abgeleitet.
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In spite of the continuing European integration process, some Austrian cities are still disconnected from the dynamic development in the big metropolitan areas. Being confronted with growing competition and threatened by shrinkage processes, these mostly small and mid-sized cities have to fulfill their role as regional centers and economic growth engines. This is especially true for small towns in the Austrian region of Waldviertel, where conditions have changed dramatically since the fall of the Iron Curtain. Hence, this paper will investigate whether the risk of further peripheralisation has been banned in this formerly peripheral region near the border to the Czech Republic.
In this context the paper discusses the main theories and concepts explaining regional development in current literature. It examines the most relevant driving forces of regional economic development stressing the importance of endogenous factors and relational capital. The empirical analysis of the Waldviertel reveals the main characteristics of recent economic and demographic development and tries to identify processes of centralisation and peripheralisation within the region. The main results show a slight improvement of the economic situation in recent years and prove that the rural areas can only participate in growth impulses in the regional centers if they are economically linked to them. Based on these empirical findings, the paper elaborates the role of small towns in strategic planning approaches in Austria and discusses opportunities to offer endogenous strategies for sustainable development. It concludes that territorial competitiveness of peripheral regions needs to be supported by comprehensive and network-based planning approaches on a regional level.
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Research Areas:
The European City - Between Self-organisation and Controllability: 50% außerhalb der gesamtuniversitären Forschungsschwerpunkte: 50%