Title: Mailand - Fragmente : das Wohnen als Dialog zwischen Selbstdarstellung und Tradition
Language: Deutsch
Authors: Cavalli, Sofia 
Qualification level: Diploma
Advisor: Nizic, Ines 
Issue Date: 2021
Number of Pages: 185
Qualification level: Diploma
Abstract: 
Die italienische Wohnkultur sieht das Zuhause als Lebensprojekt, ein Besitz, den man im Laufe der Zeit immer weiter baut, umgestaltet und neu interpretiert, ein Symbol für Gemeinschaft, Familie, Komfort und Geborgenheit. Es ist ein Thema, das den Architekten mit einer komplexen Aufgabe betraut hat, nämlich mit der Gestaltung von Wohnräumen, die das „vivere all’italiana“ ermöglichen. Sie voraussetzen nicht nur die Erfüllung elementarer Bedürfnisse, sondern auch eine Beziehung zur Landschaft und zum Licht und einen Geschmack für Grandezza und Bellezza, Werte, die den mediterranen Lebensgeist seit jeher kennzeichnen. Die Definition eines nationalen architektonischen Stils wurde in Mailand vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts thematisiert. Die neue industrielle Bourgeoisie förderte eine kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung, die es den Architekten erlaubte, auf dem Gebiet der Wohnarchitektur intensiv zu experimentieren, besonders in ihrer Beziehung zum umgebenden Stadtraum, was eine beispielhafte typologische Vielfalt ermöglichte. Die vorliegende Arbeit basiert auf der Untersuchung diverser Wohngebäude in Mailand und deren sorgfältiger Analyse und Klassifizierung. Es folgt eine inhaltliche Neuinterpretation, eine prototypische Ausarbeitung der typologischen Modelle, die sich aus der Recherche ergeben haben. Der Entwurfsteil beginnt mit dem Fragment der Villa: es handelt sich um den Raum, der mehr als jeder andere die Feinheiten der Mailänder Wohnkultur zum Ausdruck bringt; die Villa hebt das Thema der kulturellen Spannung zwischen Architekten und Bauherren hervor und auch die Frage des Lebens im Kontakt mit der Natur. Es folgt das Fragment der Casa. Es handelt sich um kleine Wohnhäuser, bei denen der Ausdruck der Wohneinheit auf der Fassade durch den Innenraum bestimmt wird. Die Casa ist das Ergebnis der Suche der Architekten nach dem richtigen und angemessenen Wohnraum, einer Suche, die zu einer kulturellen Debatte wird, sich an die Massen richtet und Italien nach und nach von der internationalen architektonischen Szene entfernt. Auch bei diesen letzten Fragmenten konzentriert man sich auf die Innenräume und hebt die für die italienische Wohnkultur typischen Qualitäten von Komfort, Funktionalität und Ästhetik hervorheben, mit einem kritischen Hinblick auf Wohnkonzepte, in denen die Raumqualitäten der Verdichtung und der Raumersparnis untergeordnet werden.

Italian home culture sees the home as a life project, a possession that one continues to build, redesign and reinterpret over time, a symbol of community, family, comfort and security. It is a theme that has entrusted the architect with a complex task, that of designing living spaces that allow for "vivere all'italiana", which implies not only the fulfilment of elementary needs, but also a relationship with the landscape and light and a taste for Grandezza and Bellezza, values that have always characterised the Mediterranean spirit of life. The definition of a national architectural style was addressed in Milan especially in the first half of the 20th century. The new industrial bourgeoisie promoted a cultural and economic development that allowed architects to experiment in depth in the field of residential architecture, especially in its relationship with the surrounding urban space, which allowed for an exemplary typological diversity.The research in this paper is based on the study of various residential buildings in Milan and their careful analysis and classification. This is followed by a reinterpretation of the content and a prototypical elaboration of the typological models that emerged from the research. The project section begins with the fragment of the Villa: it is the space that, more than any other, expresses the sophistication of Milanese residential culture; the Villa highlights the theme of cultural tension between architects and clients, and also the issue of living in relation to nature. Next comes the fragment of the Casa. These are small dwellings where the expression of the living unit on the façade is determined by the interior. The Casa is the result of the architects' search for the right and appropriate living space, a search that becomes a cultural debate, aimed at the masses and that gradually distances Italy from the international architectural scene.These last fragments also focus on the interiors, highlighting the qualities of comfort, functionality and aesthetics typical of Italian residential culture, with a critical eye on housing concepts in which spatial qualities are subordinated to densification and space saving.
Keywords: Wohngebäude in Mailand; Mailänder Wohnkultur
residential buildings in Milan; Italian residential culture
URI: https://doi.org/10.34726/hss.2021.87885
http://hdl.handle.net/20.500.12708/17099
DOI: 10.34726/hss.2021.87885
Library ID: AC16171761
Organisation: E253 - Institut für Architektur und Entwerfen 
Publication Type: Thesis
Hochschulschrift
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