Title: Das Mobilitätsverhalten von Bauingenieurstudierenden an der TU Wien – Analyse anhand von Wegeketten der Jahre 2001 bis 2009
Other Titles: The mobility behavior of civil engineering students at VUT – An analysis of trip chains from 2001 to 2009
Language: Deutsch
Authors: Paknehad, Zahed 
Qualification level: Diploma
Advisor: Emberger, Günter  
Assisting Advisor: Brezina, Tadej  
Issue Date: 2021
Number of Pages: 154
Qualification level: Diploma
Abstract: 
Der Begriff Mobilität ist sehr vielseitig, weshalb hierfür vielerlei Definitionen vorliegen. Für die Verkehrswissenschaften ist die räumliche Mobilität, insbesondere die Verkehrsmobilität von zentraler Bedeutung. Mobilität kommt zustande, wenn Menschen an einem Ort ihre Grundbedürfnisse nicht befriedigen können und folglich einen Ortswechsel durchführen müssen. Für die Absolvierung solch einer Aktion muss stets als Gegenleistung Energie aufgebracht werden. Das Mobilitätsverhalten der Menschen wird anhand von Mobilitätsuntersuchungen erforscht, die wesentliche Informationen für die Planung liefern. In der vorliegenden Arbeit wird das Mobilitätsverhalten der Bauingenieurwesen Studierenden der Technischen Universität Wien in den Jahren 2001-2009 untersucht. Studierende besitzen im Vergleich zu den restlichen Bevölkerungsgruppen außergewöhnliche und flexible Tagesabläufe, was ihr Mobilitätsverhalten besonders komplex werden lässt. Dies befürwortet die separate Untersuchung dieser Gesellschaftsgruppe. Die Datenbasis, die dieser Arbeit zugrunde liegt, stammt aus Wegekettenanalysen von Studierenden. Im Zuge der Untersuchungen wurden die Mobilitätskenngrößen, sowohl aus tagesbezogener Sicht, als auch aus wegbezogener Sicht durchleuchtet. Weiters wurden sämtliche Ergebnisse mit jenen von Simoner, der eine ähnliche Arbeit für die Jahre 1989-2000 verfasste, verglichen, um die Entwicklung der Mobilitätskennziffern der Studierenden im Laufe der Jahre besser verstehen zu können. Aus den Resultaten geht hervor, dass bei gewissen Kenngrößen (wie z.B.: Aktivitätenzahl, Aktivitätsmuster, Weglängen, Weggeschwindigkeiten, Wegezweckstrukturen etc.) Veränderungen zu beobachten sind. Weiters wird gezeigt, dass die Studierenden deutlich aktiver sind, als die restlichen Gesellschaftsgruppen, da sie vergleichsweise höhere Mobilitätsraten sowie Mobilitätszeitbudgets aufweisen als diese. Ferner wurde die Verkehrsmittelwahl der TU-Wien-Studierenden sowohl mit weiteren Wiener Universitäten, als auch mit internationalen Universitäten verglichen. Die Ergebnisse liefern besonders erfreuliche Resultate für die TU Wien, sodass sie mit einem Umweltverbundanteil von 90 % eine vorbildliche Stellung einnehmen kann. Ferner konnten im Zuge der Analysen sowohl die Hypothese der Konstanz der Mobilität (kein Mobilitätswachstum), als auch der Konstanz der Reisezeit (keine Zeiteinsparung) bestätigt werden. Mit anderen Worten wurde festgestellt, dass die Wegeanzahl der Studierenden keinen Anstieg erfahren hat und, dass höhere Geschwindigkeiten zu einer Vergrößerung der Distanzen und nicht zur einer Zeitersparnis führen.

The term mobility is very versatile, which is why there are many definitions for it. Spatial mobility, especially traffic mobility, is of central importance for traffic sciences. Mobility comes about when people cannot satisfy their basic needs in one place and consequently have to move. In order to complete such an action, energy must always be used in return. The mobility behavior of people is researched on the basis of mobility studies, which provides essential information for planning. The present work examines the mobility behavior of civil engineering students at the Technical University of Vienna in the years 2001-2009. Compared to the rest of the population groups, students have extraordinary and flexible daily routines, which makes their mobility behavior particularly complex. This advocates the separate investigation of this group of society. The database on which this work is based comes from route analyses by students. In the course of the investigations, the mobility parameters were examined, both from a day-related perspective and from a route-related perspective. Furthermore, all results were compared with those of Simoner, who wrote a similar paper for the years 1989-2000, in order to be able to better understand the development of the mobility indicators of the students over the years. The results show that changes can be observed in certain parameters, such as the number of activities, activity patterns, distances, speeds, structures, etc. It is also shown that the students are significantly more active than the rest of the social groups, as they have comparatively higher mobility rates and mobility time budgets. Furthermore, the Modal Split of the TU Vienna students was compared with other universities in Vienna as well as with international universities. The results provide particularly positive results for the Vienna University of Technology, so that it can assume an exemplary position with an environmental network share of 90 %. Furthermore, in the course of the analyses, both the hypothesis of the constancy of mobility (no growth in mobility) and the constancy of travel time (no time savings) could be confirmed. In other words, it was found that the number of trips taken by the students did not increase and that higher speeds lead to greater distances and not to time savings.
Keywords: Verkehr; Studierende; TU Wien; Wegekette; Analyse
Traffic; Students; TU Vienna; trip chains; analysis
URI: https://doi.org/10.34726/hss.2021.76741
http://hdl.handle.net/20.500.12708/17452
DOI: 10.34726/hss.2021.76741
Library ID: AC16201272
Organisation: E230 - Institut für Verkehrswissenschaften 
Publication Type: Thesis
Hochschulschrift
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