Mair, H. (2009). Gibt es eine Kreditklemme? : Und wenn ja, wie wirkt sie sich auf österreichische Unternehmen aus? [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. http://hdl.handle.net/20.500.12708/177855
In dieser Arbeit wird das Thema Kreditklemmewährend der Finanzkrise im Zeitraum Q3 2008 bis Q3 2009 betrachtet. Auf eine kurze Darstellung der Grundlagen und verwendeten Begriffe folgt eine Analyse der aktuellen Situation auf Basis der Berichterstattung in den österreichischen Medien. Die Ergebnisse für das Kreditgeschäft relevanter Umfragen -von der Europäischen Zentralbank, Oesterreichischen Nationalbank bzw. Wirtschaftskammer Österreich durchgeführt -erweitern dasso entstandene Bild und erlauben einen Abgleich korrelierender Aspekte. Eine parallel durchgeführte eigene Umfrage vervollständigt die Darstellung und beleuchtet neben Schwachstellen und Herausforderungenebenso Optionen für die heimischen Unternehmen. Die Fakten sind: Das Kreditvolumen geht zurück, Kreditkonditionen wurden verändert und BASEL II erfordert Anpassungen auf beiden Seiten: den Banken und den Unternehmen. Zur Beantwortung der zentralen Frage: Für ein eindeutiges JA oder NEIN fehlen die eindeutige Definition, passende Parameter, Zeitrahmen und geeignete Grenzwerte. Aufgrund der fehlenden Eindeutigkeit ist ein zu großer Interpretationsspielraum gegeben. Eindeutige Hinweise sind aber für Verschärfungen der Kreditrichtlinien, Obligogrenzen, Sicherheiten und Fristigkeiten zu finden. Diese Verschärfungen werten die Unternehmen als Einschränkung der Vertrauensbasis, was somit zur Vertrauenskrise führt. Bzw. zur Vertrauensklemme.