Sustainability; social; ecology; green buliding; housing; Italy; public open space
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Abstract:
Der Begriff der Nachhaltigkeit ist derzeit in den Medien stark präsent. Auch aus der Architekturdiskussion ist er nicht mehr wegzudenken. Vielfach wird Nachhaltigkeit auf eine rein ökologische Komponente reduziert, es wird hauptsächlich mit Kennzahlen argumentiert, ein mee(h)r an Technik, wie zum Beispiel beim Passivhaus, wird mit nachhaltigem Bauen gleichgesetzt. Stiefkind dieser Diskussion scheint noch die soziale Nachhaltigkeit zu sein. Da mir dieser Aspekt aber besonders im Bereich der Architektur von nicht zu unterschätzender Bedeutung erscheint, legte ich den Fokus meiner projekthaften Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit auf jene soziale Komponente. In einem peripheren Stadtteil von Tricase, einer Kleinstadt in Apulien, setze ich mich basierend auf dem Wettbewerb "abitarECOstruire" mit der Frage der Nachhaltigkeit im Kontext Süditaliens auseinander. Dieses Gebiet hat sich im Laufe der Zeit sowohl in Bezug auf die städtebauliche als auch die soziale Qualität von der restlichen Stadt abgekapselt.<br />Durch die Schaffung differenzierter öffentlicher Freiräume, die Errichtung gemeinschaftlicher und versorgender Einrichtungen und von Wohnraum wird der Stadtteil aufgewertet. Schwerpunkt meines Projektes liegt auf dem Wohnbau. Zwei Reihenhaustypen sind als Splitlevel mit, je nach Nutzung, unterschiedlichen Raumhöhen angelegt. Durch die Betrachtung des speziellen Verhältnisses von Öffentlichkeit und Privatheit in Süditalien, die Beachtung der klimatischen Gegebenheiten und die Einbeziehung der Bevölkerungsstruktur entwickelte ich ein Freiraumkonzept, dass durch eine zweite Ebene, die einige Meter über dem Erdgeschoß liegt und je zwei Reihen verbindet, sowohl differenzierten Freiraum schafft, als auch die Erschließung der Wohnbauten auf mehreren Ebenen ermöglicht. Da die vorwiegende Lebensform in Tricase die Familie ist, wird so ein Mehrgenerationenhaus geschaffen, das durch getrennte Zugänge die Abtrennbarkeit zwischen den Wohnbereichen der Eltern und Kinder ermöglicht, aber sie dennoch in unmittelbarer Nähe leben können, was vor allem für die Älteren von großer Bedeutung erscheint. Weiters wird so vermieden, benachteiligte Orte, wie unbelebte Nordfassaden zu schaffen. Die Nord-Süd Orientierung verhindert schon durch kleine Vorsprünge die Sonneneinstrahlung im Sommer, im Winter wird diese jedoch zugelassen. Vorgärten nachempfundenes vertikales Grün bietet die Möglichkeit eines individuell steuerbaren Verhältnisses von Öffentlichkeit und Privatheit. Die Forderung nach ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes scheint unmöglich. Die Schwierigkeit besteht darin, dass es keinen endgültigen Zustand der Nachhaltigkeit gibt. Jedoch sollte das Konzept der Nachhaltigkeit als Bewusstsein dieser Veränderungen bei der Planung aller Gebäude berücksichtigt werden ohne sich dadurch in der planerischen Freiheit eingeschränkt zu fühlen.
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Additional information:
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers