Glaube und Religion blicken besonders im abendländischen Raum nachweisbaren Veränderungen entgegen. So zeigen unabhängige Studien auch für Österreich einen bereits eingesetzten Wandel in der Religionslandschaft auf. Einst überwiegend geprägt vom Einfluss der Christlichen Kirche, erfreut sich die Glaubensfrage heutzutage einer weitaus größeren Diversifizierung. Ein Trend, der auch in absehbarer Zeit anhalten wird. In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, was dieser demographische Wandel hin zu einer zunehmend heterogenen Glaubensgesellschaft für den Entwurf eines gegenwärtigen Sakralbaus bedeutet. Im urbanen Umfeld Wiens, einem interkonfessionellen Spannungsfeld verschiedenster Kulturen, Gruppen und Charaktere, soll ein architektonischer Eingriff als Antwort auf diese Fragen entstehen. Ein Bauwerk soll entworfen werden, das sich darin versucht, als ein Ort der Gleichheit aufzutreten. Ein neutraler Boden soll geschaffen werden, um seinen individuellen Gedanken, frei von jeglichen religiösen Vorgaben und Zwängen, Raum zu gewähren. Welche Funktionen und welches Erscheinungsbild ein solches Bauwerk auszeichnen, wird anhand von literarischen Recherchen und der Analyse von zeitgenössischer Architektur, sowie Bauwerken aus der Moderne untersucht. Eigens gesetzte Parameter werden anhand von verschiedenen Entwurfsansätzen erprobt und deren Ergebnisse gegenübergestellt. Der Formfindungsprozess zeichnet sich folglich als ein gestalterisches Annäherungsverfahren ab. In einem letzten Schritt werden mögliche Standorte für den Entwurf erprobt und der wechselseitige Einfluss der unterschiedlichen Umgebungen untersucht.
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Faith and religion are looking forward to demonstrable changes, especially in the occidental region. Independent studies show a change in the religious affiliation that has already started in Austria. Once dominated by the influence of the Christian Church, the question of faith enjoys a far greater diversification today. A trend that will continue for the foreseeable future. This thesis is trying to find an answer to the question, what this demographic change towards an increasingly heterogeneous religious society means for the design of a contemporary sacred building. In the urban environment of Vienna, an interdenominational field of diverse cultures, groups and characters, an architectural intervention should arise as an answer to these questions. A building should be designed that tries to appear as a place of equality. A neutral ground, free of any religious requirements and constraints, should be created in order to provide space for one‘s individual thoughts. Which functions and which appearance such a building characterizes is examined on the basis of literary research and the analysis of contemporary architecture as well as buildings from the modern age. Specially set parameters are tested by using various design approaches. The Results will later on be compared to another to elaborate a final design concept. This approximation process leads to the development of the final design of the building. In a final step, possible locations for the Building are tested and the mutual influence of the different environments is examined.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers