Duda, M. (2008). ... touch ... : die Fassade, die lebt [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. http://hdl.handle.net/20.500.12708/183542
Architektur lebt vom Vergleich. Die wird immer und immer wieder neu entdeckt. Durch ein Kunstobjekt zu gehen, ihn neu zu erforschen, Eindrucke zu sammeln, ist ein spannendes in sich wiederholbares Erlebnis, dass den Teilnehmer Raum und Zeit dieses Spiels öffnet.Architektur lebt für und durch die Menschen, für die sie entsteht, von ihrer Kreativität bei der Verwirklichung neuer Ideen, von der Auseinandersetzung mit denen, die darin wohnen und arbeiten. Die Magie den Gebäuden Beweglichkeit zu verleihen, diese aus der Schwerkraft zu befreien hat viele Künstler seit langer Zeit fasziniert. Jede Epoche hat ihre Mittel gehabt auf das statische Werk mitzuwirken.Architektur lebt vom Wandel. Von kreativen Ideen und ungewöhnlichen Lösungen, die immer wieder aufs Neue begeistern.<br />Besonders die Fassadengestaltung fordert Planer heraus, denn sie prägt den Charakter des Bauwerks und muss gleichzeitig hohe bautechnische Anforderungen erfüllen.Architektur lebt vom Raum, der Beziehung zwischen Innen und Außen und dem Zusammenspiel der Gestaltungselemente. Die Architektur ist nicht nur die öffentliche zur Schau Stellung von baulichen Hüllen. Architektur lebt auch von kleinen eher versteckten Details. Hier ein Treppenaufgang in klarer Linieführung, der aber durch einen ungewöhnlichen Materialmix aus Holz, Stahl und Glas besticht.Architektur lebt von Vielfalt, Anerkennung, Widerspruch, Diskussion. Die explosive Mischung aus Subjektivität, Funktionalität, Trends folgen oder selbst neue kreieren ist entscheidend bei Anerkennung oder öffentliche Ablehnung eines Architekturwerkes. Der Hauptpunkt ist trotzdem daß man darüber diskutieren kann, wodurch neue Interpretationen, Lösungen oder Visionen in der Szene gesetzt werden.