Matoušek, R. (2007). Untersuchung der logistischen Strukturen und Prozesse in der Automobilindustrie in Tschechien und der Slowakei [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. http://hdl.handle.net/20.500.12708/184732
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung des logistischen Umfelds der Automobilindustrie in Mittel- und Osteuropa. Schwerpunkt der Untersuchung stellen dabei die direkten Lieferanten der Automobilhersteller in der Tschechischen und Slowakischen Republik dar. Die Automobilproduktion in den beiden Ländern steigt seit dem Wechsel des politischen Systems in 1989 und sie zählen bereits zu den Staaten mit der weltweit höchsten Automobilproduktion pro Einwohner. Einer der Hauptgründe solches beispiellosen Wachstums waren und sind teilweise immer noch die niedrigen Kosten, welche die beiden Länder auszeichnen und die einige der globalen Automobilhersteller wie Volkswagen, Toyota, PSA Peugeot Citroen, Hyundai/Kia und viele ihrer Zulieferer angelockt haben.Laut dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) schwindet jedoch dieser Vorteil aufgrund der steigenden Logistikkosten, die durch den Transport der Zulieferteile von hauptsächlich west- und südeuropäischen Sub-Lieferanten verursacht werden. Ein Hauptziel dieser Arbeit besteht deswegen darin, die Lieferanten- aber auch Kundenstruktur, das logistische Umfeld der Tier 1-Lieferanten in Tschechien und der Slowakei und die Änderung der Forderungen in der Logistikkette "Sublieferant - direkter Lieferant -Automobilhersteller" zu untersuchen. Die aus der vorliegenden Arbeit gewonnenen Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Druck auf die Lieferanten zukünftig massiv erhöhen wird. Ihre Kunden, die direkten Lieferanten der Automobilhersteller, werden sie in bessere logistische Dienstleistungen und Verlagerung ihrer Werke nach Osteuropa zwingen. Nur auf diese Weise kann nämlich die von den Automobilherstellern verlangte langfristige Produktivitätssteigerung erreicht werden.<br />