Schmidt, M. (2009). Erstellung einer unternehmenseigenen Sterbetafel für Lebensversicherungen mit Todesfallcharakter [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. http://hdl.handle.net/20.500.12708/186063
Diese Diplomarbeit hat die Erstellung von unternehmenseigenen biometrischen Rechnungsgrundlagen zum Inhalt, deren zunehmende Bedeutung mit den nachfolgenden Argumenten begründet werden kann:<br />Sie fließen als Kalkulationsgrundlagen bei den Embedded Value Berechnungen ein.<br />Bei der Fair-Value Bestimmung von Verpflichtungen aus Lebensversicherungsverträgen im Rahmen von Solvency II sind Best-Estimate Annahmen anzuwenden.<br />Aufgrund des verschärften Wettbewerbes insbesondere im Bereich der Risikoversicherungen ist die Kenntnis der Sterblichkeit im eigenen Versicherungsbestand eine wichtige Grundlage für die Preisgestaltung. Es wird eine Methodik zur Herleitung einer Sterbetafel zweiter Ordnung bechrieben und ein EXCEL-Modell entwickelt, mit dem aus unternehmensspezifischen Daten eine Versichertensterbetafel abgeleitet werden kann. Im nächsten Abschnitt werden statistische Testverfahren erörtert, die in der Folge auf die in der Diplomarbeit abgeleitete Versichertensterbetafel angewandt werden, um nachzuweisen, dass die Sterblichkeit der Versicherten signifikant unter jener der Bevölkerung liegt. Ein weiterer Punkt ist die Ableitung einer Sterbetafel für die Tarifierung mit Schwerpunkt auf statistischen Schwankungszuschlägen. Dabei wird einerseits auf Prämienberechnungsprinzipien aus der Risikotheorie zurückgegriffen, andererseits die Festlegung der Zuschläge für das Änderungsrisiko dargestellt.<br />Durch die genauere Beschäftigung mit diesem Thema können die Datenanforderungen für derartige Analysen präzisiert werden. Außerdem kommen nun für die im ersten Absatz angeführten Bewertungen verbesserte Rechnungsgrundlagen zur Anwendung.<br />
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Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers