Gazivoda, A. (2023). “Jugooceanija” - Revitalisierung und Umbau eines der Vertreter der montenegrinischen Moderne [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2023.106501
Das Verwaltungsgebäude des ehemaligen Schifffahrtsunternehmens Jugooceanija stellt eines der bedeutendsten Bauten der modernen Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Montenegro dar. Es wurde im Jahr 1967 nach den Plänen der jugoslawischen Architekten Đorđe Petrović, Mateja Nenadović und Đorđe Zloković im Herzen von Kotor an der Adriaküste erbaut. Die Stadt Kotor steht seit 1979 auf der Welterbeliste der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Jugooceanija, als eines der größten Unternehmen des ehemaligen Jugoslawiens und die wichtigsten Institutionen Montenegros, hat Mitte des 20. Jahrhunderts zur Wiederherstellung der Maritime Industrie von Boka Bucht beigetragen sowie zur Gründung der damaligen Fachhochschule für Nautik und Seeverkehr bzw. die jetzige Fakultät für Nautik und Seeverkehr. Dieses Unternehmen wurde vor 2005 zum ersten Mal privatisiert und hat seitdem dreimal den Eigentümer gewechselt. Während dieser Zeit wurde nicht vieles gemacht, um diesen Raum aufzuwerten. Die Räumlichkeiten des Gebäudes wurden einige Zeit von Künstlern und der örtlichen Gemeinde für ihre Versammlungen genutzt, aber später wurde der Zugang vom Eigentümer verboten.Der theoretischen Teil dieser Arbeit werden die Tendenzen der regionalen Moderne am Beispiel der montenegrinischen Nachkriegsarchitektur untersucht und erkannt. Gleichzeitig wird ihr Beitrag zur Architektur des 20. Jahrhunderts herausgestellt. Anschließend wird der Ist-Zustand des Gebäudes analysiert und Strategien zum Umbau und Revitalisierung erforscht.Das Ziel ist, diesen unschätzbaren Raum mit einem Akzent auf eine der sehr wichtigen Komponenten der Architektur, soziale Komponente, die in der jugoslawischen Moderne sehr ausgeprägt war, zu reaktivieren und aufzuwerten. In Anbetracht der Tatsache, dass Kotor eine Kulturstadt ist, in der verschiedene kulturelle Manifestationen organisiert werden, besteht die Idee darin, ein Kultur- und Gemeinschaftszentrum zu schaffen, das mit seinen Räumlichkeiten ein Zuhause für verschiedene permanente und temporäre Workshops, als auch Events und Treffen von lokalen Gemeinschaften wird. Darüber hinaus wird das Zentrum mehrere Unterkunftseinheiten in seiner Zusammensetzung haben, um Teilnehmer verschiedener Veranstaltungen aus anderen Ländern aufnehmen zu können und somit den Kultur- und Bildungstourismus zu fördern. Dieses Hybrid, mit seinem Atrium, Garten und der Promenade wird zu einer öffentlichen Einrichtung, die ihre Türen für jedenmann öffnet.
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The administrative building of the former shipping company Jugooceanija is one of the most significant modern architecture buildings of the second half of the 20th century in Montenegro.It was built in 1967 according to the plans of Yugoslav architects Đorđe Petrović, Mateja Nenadović and Đorđe Zloković in the heart of Kotor on the Adriatic coast. The city of Kotor has been on the World Heritage List of the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) since 1979.Jugooceanija, as one of the largest companies of the former Yugoslavia and the most important institutions of Montenegro, contributed to the renewal of the maritime industry of Boka Bay in the middle of the 20th century and to the establishment of the current Faculty of Nautical and Maritime Transport.This company was privatized for the first time in 2005 and has changed hands three times since then. During that time not much was done to enhance this space. The premises of the building were used by artists and the local community for their gatherings for a short time, but later, access was not allowed by the owner.In the theoretical part of the work, the tendencies of regional modernism are examined and recognized on the examples of Montenegrin post-war architecture. At the same time, her contribution to international modernism is pointed out. Then follows the analysis of the current condition of the building and research into the strategy for conversion and revitalization.The goal is to reactivate and valorize this invaluable space with an accent on the very important social component of architecture, which was very pronounced in Yugoslav modernism.Considering that Kotor is a city of culture where various cultural manifestations are organized, the idea is to create a kind of cultural center which, with its studios and multipurpose rooms, would be a home for various permanent and temporary workshops as well as meetings of local communities.In addition, it would have several accommodation units in its composition, so that it could host foreign participants in various events, thereby encouraging educational tourism. This hybrid together with its atrium, garden and promenade would become a public institution open to all.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers