Hiller, M. (2023). Integration von ESG-Kriterien in der Immobilienbranche: Herausforderungen und langfristige Chancen bei S und G [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2023.117108
Nachhaltigkeit; EU Taxonomie; Governance; Unternehmenstransformation; Digitalisierung; Finanzierung
de
Abstract:
Diese Masterarbeit erforscht die wachsende Bedeutung von ESG-Kriterien in der Immobilienbranche und konzentriert sich dabei auf die sozialen und Governance- Aspekte. Trotz regulativer Bestrebungen der EU liegt der Fokus bei der Anwendung der ESG-Kriterien meist auf dem Umweltaspekt. Diese Problematik betrifft alle Stakeholder der Immobilienbranche und schafft Schwierigkeiten bei der Bestimmung von ESG-konformen Finanzierungen. Das Ziel der Masterarbeit besteht darin, ein besseres Verständnis der aktuellen regulatorischen und industriegeführten Entwicklungen zu schaffen, insbesondere in Bezug auf die Herausforderungen, Chancen, Risiken und finanziellen Auswirkungen der Integration von S- und G- Kriterien. Die Methodik umfasst eine umfassende Literaturrecherche, die Analyse von Verordnungen, Richtlinien, Initiativen und Standards sowie den Vergleich von Expertenmeinungen und empirischen Daten aus aktuellen Studien bis Juni 2023. Es hat sich gezeigt, dass die fehlende Standardisierung und rechtliche Verbindlichkeit, trotz des gestiegenen Bewusstseins für Nachhaltigkeit nach wie vor große Herausforderungen darstellen. Die EU-Taxonomie birgt Potenzial, benötigt jedoch Verbesserungen hinsichtlich der regulatorischen Inhalte und Standards. Zertifizierungen und Bewertungen durch Drittanbieter erfüllen derzeit eine wichtige Funktion, um Lücken in der Regulatorik zu füllen. Sie sollten jedoch keinen langfristigen Ersatz darstellen. Die Analyse zeigt zudem, dass die Digitalisierung der Immobilienbranche eine essenzielle Chance für die Datenerfassung spielt. Es wird betont, dass eine Neuausrichtung der Unternehmen unverzichtbar sein wird. Eine Vernachlässigung dieser Anpassung ist mit signifikanten Risiken verbunden, einschließlich Reputationsverlusten, finanziellen Risikoaufschlägen und einem Einbruch der Wettbewerbsfähigkeit. Es lässt sich feststellen, dass eine nachhaltige Entwicklung in der Immobilienbranche eine umfassende Berücksichtigung der ESG- Kriterien erfordert. Es besteht dringender Bedarf an standardisierten und regulierten Methoden zur Messung und Umsetzung der S- und G-Kriterien. Diese Arbeit liefert wichtige Impulse und unterstreicht, dass die ESG-Dimensionen in ihrer Gesamtheit betrachtet werden müssen. Eine klare Handlungsempfehlung des Autors ist es, die regulatorische Entwicklung in der EU zu beschleunigen, um optimistische Entscheidungen aller Akteure in der Immobilienwirtschaft zu fördern und die übergeordneten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
de
Diese Masterarbeit erforscht die wachsende Bedeutung von ESG-Kriterien in der Immobilienbranche und konzentriert sich dabei auf die sozialen und Governance- Aspekte. Trotz regulativer Bestrebungen der EU liegt der Fokus bei der Anwendung der ESG-Kriterien meist auf dem Umweltaspekt. Diese Problematik betrifft alle Stakeholder der Immobilienbranche und schafft Schwierigkeiten bei der Bestimmung von ESG-konformen Finanzierungen. Das Ziel der Masterarbeit besteht darin, ein besseres Verständnis der aktuellen regulatorischen und industriegeführten Entwicklungen zu schaffen, insbesondere in Bezug auf die Herausforderungen, Chancen, Risiken und finanziellen Auswirkungen der Integration von S- und G- Kriterien. Die Methodik umfasst eine umfassende Literaturrecherche, die Analyse von Verordnungen, Richtlinien, Initiativen und Standards sowie den Vergleich von Expertenmeinungen und empirischen Daten aus aktuellen Studien bis Juni 2023. Es hat sich gezeigt, dass die fehlende Standardisierung und rechtliche Verbindlichkeit, trotz des gestiegenen Bewusstseins für Nachhaltigkeit nach wie vor große Herausforderungen darstellen. Die EU-Taxonomie birgt Potenzial, benötigt jedoch Verbesserungen hinsichtlich der regulatorischen Inhalte und Standards. Zertifizierungen und Bewertungen durch Drittanbieter erfüllen derzeit eine wichtige Funktion, um Lücken in der Regulatorik zu füllen. Sie sollten jedoch keinen langfristigen Ersatz darstellen. Die Analyse zeigt zudem, dass die Digitalisierung der Immobilienbranche eine essenzielle Chance für die Datenerfassung spielt. Es wird betont, dass eine Neuausrichtung der Unternehmen unverzichtbar sein wird. Eine Vernachlässigung dieser Anpassung ist mit signifikanten Risiken verbunden, einschließlich Reputationsverlusten, finanziellen Risikoaufschlägen und einem Einbruch der Wettbewerbsfähigkeit. Es lässt sich feststellen, dass eine nachhaltige Entwicklung in der Immobilienbranche eine umfassende Berücksichtigung der ESG- Kriterien erfordert. Es besteht dringender Bedarf an standardisierten und regulierten Methoden zur Messung und Umsetzung der S- und G-Kriterien. Diese Arbeit liefert wichtige Impulse und unterstreicht, dass die ESG-Dimensionen in ihrer Gesamtheit betrachtet werden müssen. Eine klare Handlungsempfehlung des Autors ist es, die regulatorische Entwicklung in der EU zu beschleunigen, um optimistische Entscheidungen aller Akteure in der Immobilienwirtschaft zu fördern und die übergeordneten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
en
Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers