Schneider, P. (2023). Gebäudezertifikate für Logistikimmobilien: Die Intralogistik als blinder Fleck der Nachhaltigkeitsbetrachtung [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2023.117143
Mit dem "Green Deal" wurde seitens der EU eine Strategie für besseren Klima- und Umweltschutz in der Europäischen Union vorgestellt. Bis 2030, so der Plan, sollen mindestens 55 Prozent weniger Netto-Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 ausgestoßen werden. In Österreich tragen Gebäude zu 11,7% der Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) bei. Dieser Umstand betrifft durch einen hohen Energieverbrauch Logistikimmobilien in Abstufung zu ihrem Automatisierungsgrad besonders. So verursacht beispielsweise bei einer manuellen Lagerhalle die Gebäudetechnik immer noch 80% der gesamten THG-Emissionen, während bei einem halbautomatischen Logistikzentrum nur mehr 30% zu verzeichnen sind im vollautomatischen Distributionszentrum reduziert sich der Wert auf nur noch 16 %, während der Großteil der THG-Emissionen durch das intralogistische System determiniert wird. Die Intralogistik ist im Betrieb von Logistikimmobilien mit steigender Automatisierung somit der wesentlichste THG-Emittent. Vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung und Automatisierung sowie des bestehenden Fachkräftemangels in der Logistik nimmt die Automatisierung von Intralogistik-Systemen rapide zu. Während Energieverbräuche und THG- Emissionen der Intralogistik zunehmen, berücksichtigen die Gebäudezertifkate DGNB, LEED und BREEAM diesen Umstand aufgrund verschiedener Herausforderungen noch nicht ausreichend. Die vorliegende Masterthese untersucht daher die Intralogistik als blinden Fleck von Logistikimmobilien in der Nachhaltigkeitsbetrachtung der genannten Gebäudezertifikate. Die Masterthese zeigt nach der Abbildung des Status Quo bestehender Regelungen und resultierender blinder Flecken auch mögliche Anknüpfungspunkte in den Bewertungskriterien der untersuchten Gebäudezertifkate anhand wesentlicher Anbieter auf.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers