Haase, Y. (2023). Universal design in metro stations - A case study in Copenhagen and Vienna [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2023.100082
Barrierefrei; Mobilität für alle; U-Bahnstationen; Städtevergleich
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Barrier-free; Mobility for all; Underground stations; City comparison
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Abstract:
Hintergrund: Universelles Design trägt zu individueller Unabhängigkeit bei und ermöglicht eine Teilhabe an der Gesellschaft. Daher sind barrierefreie U-Bahn-Stationen sind ein essenzieller Bestandteil des öffentlichen Verkehrs in Kopenhagen und Wien. Anhand der Station Frederiksberg in Kopenhagen, welche sich innerhalb eines vollautomatisierten Systems befindet, und der Station Längenfeldgasse, welche sich noch nicht in einem vollautomatisierten System befindet, wird die Inklusivität der gebauten Umwelt analysiert. Methodik: Die Forschung wurde mit Hilfe zweier Methoden durchgeführt. Es wird ein Bewertungskatalog in jeweils einer Station der beiden Städte angewandt, welcher Einblicke über positive und verbesserungswürdige Kriterien unterschiedlicher Nutzer:innengruppen betreffend der Barrierefreiheit innerhalb der U-Bahn-Station gibt. Weiters werden durch begleitende Interviews Kommentare von mobilitätseingeschränkten Personen zusammengetragen, um über den Bewertungskatalog hinaus detaillierte Informationen zu bekommen. Ergebnisse: Trotz vorhandener Normen im Bereich des barrierefreien Gestaltens öffentlicher Räume, weisen beide Stationen Defizite für alle untersuchten Personengruppen auf. Innerhalb der Station Frederiksberg in Kopenhagen ist insbesondere ein Mangel an geeigneter Infrastruktur für Personen im Rollstuhl und Personen mit eingeschränktem Hörvermögen evident. In der Station Längenfeldgasse in Wien ist vor allem ein Optimierungspotential für seh- und hörbeeinträchtigte Personen zu verzeichnen. Weiters wurden die Ergebnisse des Bewertungskatalogs durch begleitende Interviews bestätigt und darüber hinaus detailierte Informationen über individuelle Bedürfnisse aufgezeigt. Fazit: Die Empfehlungen beider Stationen resultieren aus existierenden Normen, Kommentaren teilnehmender Personen und der jeweils anderen untersuchten U-Bahn-Station. Die Notwendigkeit einer sensiblen Herangehensweise der Planung wird deutlich, durch sich widersprechende Anforderungen der nutzenden Gruppen
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Background: Universal Design in public transport is indispensable for the independence of individuals and allows people to participate in society. Therefore, barrier-free metro stations are an essential part of public transport in Copenhagen and Vienna. By looking at Frederiksberg station in Copenhagen, which is situated within a fully automated metro network, and Längenfeldgasse station in Vienna, which is not fully automated yet, the approaches towards inclusive built environments are analyzed. Methods: The research was conducted through two methods. First, an evaluation tool was applied in one station of each city, providing insights on positive and improvable criteria for different user groups concerning the accessibility of the station surrounding. Secondly, through go-along interviews, remarks by mobility-restricted people were gathered to obtain information beyond the applied catalog. Results: Despite many existing standards within this field, both stations reveal deficiencies for all examined user groups concerning accessibility. Among others, Frederiksberg station in Copenhagen lacks ideal infrastructure for wheelchair users and people with hearing difficulties. Furthermore, Längenfeldgasse station in Vienna shows potential for improvement, especially for vision and hard-of-hearing people. Additionally, evaluation tool outcomes were confirmed through the go-alongs, and further details concerning specific needs were revealed. Conclusion: Recommendations for improvements concerning both stations stem from existing standards, interviews with persons of the target groups, and a comparison to the respective other metro station. Different user groups have contradictory requirements for a metro station area; therefore, designing a metro station requires a sensitive approach.