Pernthaler, A. (2023). Im Dialog mit der Geschichte - Ein Stadtmuseum am Pulverturm in Meran [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2023.113852
Carlo Scarpa; Meran; Burgruine; Pulverturm; Museum; Stadtgeschichte; Bestand; Intervention
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Carlo Scarpa; Merano; Castle ruins; Pulverturm; Museum; City history; Existing structures; Intervention
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Abstract:
Die vorliegende Diplomarbeit besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil wird Carlo Scarpa behandelt: seine Interventionen und deren Beziehung zum jeweiligen Kontext. Basierend auf diesen Erkenntnissen erfolgt im zweiten Teil der Entwurf eines Stadtmuseums beim Pulverturm in Meran. Als Ausgangspunkt dienen Carlo Scarpas Biografie, sein beruflicher Werdegang und die externen Einflüsse, die seine Architektur geprägt haben. Diese werden untersucht, um Scarpas Architektur und die Intentionen hinter seinen Entwürfen besser zu verstehen. Anschließend werden vier Projekte analysiert, die besonders relevant für den eigenen Entwurf sind. Dabei liegt der Fokus auf dem historischen Kontext, den vorhandenen Strukturen und ihrer Beziehung zu Scarpas Interventionen. Dort, wo diese Interventionen mit den Bestandsstrukturen in Verbindung stehen, finden sich oft eines der drei Prinzipien: Fuge, Schichtung und Rhythmus wieder. Die Form, in der diese Prinzipien auftreten und wie Scarpa sie einsetzt, bilden die Grundlage für den Entwurf. Der zweite Teil spielt sich in Meran am Südhang des Küchelbergs ab, wo sich die Überreste der ehemaligen Burg Ortenstein, der sogenannte Pulverturm, befinden. Als Wahrzeichen der Stadt wurde er in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt. Nun soll der Bergfried seine Stellung als Vermittler der Stadtgeschichte wieder einnehmen und als attraktiver Raum für Bewohner und Besucher der Stadt Meran reaktiviert werden. Das neu geschaffene Stadtmuseum soll den Besuchern die Geschichte Merans und deren Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte näherbringen. Am Fuß des Bergfrieds entsteht eine leichte Struktur, die einen deutlichen Kontrast zum massiven Turm bildet. Dadurch wird der Turm sowohl Teil der Museumsräumlichkeiten als auch ein Ausstellungsstück. Von der erhöhten Position oberhalb der Stadt aus kann man am Ende des Museumsbesuchs einen Blick über Meran genießen und das Gelernte Revue passieren lassen. Gleichzeitig soll die Sichtbarkeit durch die Intervention verstärkt werden, wodurch eine Wechselwirkung zwischen dem Pulverturm bzw. seinen Besuchern und der Stadt Meran entsteht.
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The present thesis consists of two parts. The first part deals with Carlo Scarpa: his interventions and their relationship to the respective context. Based on these findings, the second part focuses on the design of a city museum near the Pulverturm in Merano. Carlo Scarpa‘s biography, career, and external influences that shaped his architecture serve as a starting point. These are examined to better understand Scarpa‘s architecture and the intention behind his designs. Subsequently, four projects are analyzed, which are particularly relevant to the design. The focus lies on the historical context, the existing structures, and their relationship to Scarpa‘s interventions. In those instances where these interventions interact with the existing structures, one often finds one of the three principles: joint, stratification, and rhythm. The form in which these principles occur and how Scarpa employs them form the basis for the design. The second part takes place in Merano on the southern slope of Küchelberg, where the remains of the former castle Ortenstein, known as the Pulverturm, are located. As a landmark of the city, it has been neglected in recent decades. Now, the tower is intended to reclaim its position as a mediator of the city‘s history and be reactivated as an attractive space for the residents and visitors of Merano. The newly created city museum aims to bring visitors closer to the history of Merano and its development over the centuries. At the base of the tower, a lightweight structure is created, which contrasts sharply with the massive existing structure. This way, the tower becomes both a part of the museum space and an exhibit itself. From the elevated position above the city, at the end of the museum visit, one can enjoy a view over Merano and reflect on what has been learned. At the same time, visibility is enhanced through the intervention, creating an interaction between the Pulverturm and its visitors and the city of Merano.
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Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers