Mahler, R. (2023). Narratives Gebilde : Über die schriftliche Mittelbarkeit architektonischen Raumes [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2023.102572
Der Inhalt dieser Seiten und ihr Hauptthema sind derselbe. Text und der Akt des Schreibens werden in den Mittelpunkt der folgenden Überlegungen zur Architektur gestellt, um eine Definition der Begriffe Ort und Raum zu erreichen. Das zwischen diesen Begriffen und das des Schreibens aufgespannte Forschungsfeld ist ein komplexes und außerordentlich vielfältiges. Daher war es von Anfang an nicht die Absicht dieses Themenfeld abschließend darzustellen und eine eindeutige Theorie darüber zu formulieren, wie man Raum schreibt. Vielmehr wird versucht verschiedene Perspektiven zu untersuchen, indem theoretische Forschung und unredigierte Schriften über Räume, die von Gleichaltrigen und Kollegen gesammelt wurden, gegenüberstellt werden. Mit dieser Herangehensweise wird die Dualität, die tief im Akt des Schreibens verwurzelt ist, die dialektische Beziehung zwischen Autor und Leser, in den Vordergrund gerückt und eine heterogene Sammlung von Texten generiert, die zeigen, wie tief das Selbst in die Räume, die es bewohnt, eingeschrieben ist und wie tief diese Räume in das Selbst eingeschrieben sind. Dabei werden inhärente Potentiale dieses Aktes im Hinblick auf die Wahrnehmung, Verarbeitung und Modulation von architektonischen Räumen ausgelotet. Schließlich finden diese Überlegungen ihre dreidimensionale Übersetzung in eine Installation, welche die Idee des Lesens und Schreibens aus ihrer flachen und weißen Begrenzung herausführt. Die Installation besteht aus einem aus Wachs gegossenen Tisch, vier gravierten Stühlen und fünf Geräten zum Lesen einer fortlaufenden Textzeile.
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The content of these pages and their main theme are the same. Text and the act of writing are placed at the centre of the following reflections on architecture in order to achieve a definition of the concepts of place and space. The field of research spanned between these terms and that of writing is a complex and extraordinarily diverse one. Therefore, it was not the intention from the outset to present this thematic field conclusively and to formulate an unambiguous theory on how to write space. Rather, it attempts to explore different perspectives by juxtaposing theoretical research and unedited writings about space collected from peers and colleagues. This approach highlights the duality deeply rooted in the act of writing, the dialectical relationship between the author and the reader, and generates a heterogeneous collection of texts that reveal how deeply the self is inscribed in the spaces it inhabits and how deeply these spaces are inscribed in the self. In doing so, inherent potentials of this act are explored with regard to the perception, processing and modulation of architectural spaces. Finally, these reflections find their three-dimensional translation into an installation that takes the idea of reading and writing out of its flat and white confines. The installation consists of a table cast in wax, four engraved chairs and five devices for reading a continuous line of text.
en
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers