Seit 2009 arbeiten Vertreter von Kantons und Hochschulbibliotheken aus Basel, Luzern, Solothurn und Zürich an einem gemeinsamen Projekt mit dem Ziel, ein automatisiertes Hochregallager zur Archivierung von Printmedien aus ihren Beständen zu erstellen. Diese Speicherbibliothek wird Anfang Januar 2016 ihren Betrieb aufnehmen und binnen eineinhalb Jahren rund 2,5 Millionen Monographien und Zeitschriftenbände beherbergen. Zeitschriftenbestände werden dedoubliert und gehen in den kollektiven Bestand im Besitz des Betriebsvereins über. Das Gebäude ist modular bis zu einer Kapazität von 14 Millionen Bänden erweiterbar, der Beitritt weiterer Partner ist erwünscht. Das bauliche Konzept weist folgende bahnbrechenden Charakteristika auf: die Atmosphäre im Magazinbe reich ist zwecks Brandschutz inertisiert, die Raumtemperatur wird hauptsächlich durch die massive Betonbauweise innerhalb einer gewissen Bandbreite reguliert. Die Magazinbewirtschaftung erfolgt durch eine automatisierte Förderanlage, welche die Lagerbehälter mit den bestellten Exemplaren an den Kommissionierplatz transportiert, wo die Bestellung ausgehoben und weitergeleitet wird. Das Dienstleistungsportfolio der Speicherbibliothek umfasst folgende Positionen: Ersteinlager ung und Verzeichnung der abgelieferten Exemplare im Lagerverwaltungssystem durch Datenübernahme aus den diversen Aleph Katalogen sowie Reinigung der Bestände vor der Einlagerung. Document delivery Aufträge werden vor Ort innert 24 Stunden gescannt und ausgeliefert. Ausleihen werden einmal täglich durch einen externen Dienstleister abgeholt und innert 48 Stunden an die IDS Kurierbibliotheken geliefert. Bestellungen von Bibliotheken im In und Ausland sowie von Endkunden in der Schweiz werden auch per Post versandt. In Ausnahmefällen können zu Recherchezwecken auch ganze Zeitschriftenreihen zur Konsultation vor Ort bestellt werden. In der Anfangsphase wird zudem mit einem gewissen Bibliotheks und Architekturtourismus gerechnet