Dobosy, A. (2024). Raumerfahrungen – Ein Kinderheim in Wien [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.120706
Carlo Scarpa; Moderne; Aldo van Eyck; Anton Schweighofer; Wien; Kinderheim
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Carlo Scarpa; modernism; Aldo van Eyck; Anton Schweighofer; Vienna; Orphanage
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Abstract:
Carlo Scarpa, bekannt als Italiens verlorener Meister der Moderne, war einer der rätselhaftesten Architekten des 20. Jahrhunderts. Seine Zeit bei dem Glasmanufaktur Venini half ihn sein Verständnis für Materialien, Proportionen und Ästhetik zu vertiefen. Sein Erfolg bei der Schaffung neuer Formen und Strukturen durch geschicktes Zusammenstellen architektonischer Elemente positioniert ihn als einen führenden modernen Architekten. Scarpa folgte den grundlegenden Ideen der Modernen Bewegung, distanzierte sich jedoch vom Funktionalismus als Treiber seines Gestaltungsansatzes. Er hob sich vom reinen Modernismus ab und integrierte dennoch moderne architektonische Prinzipien in seine Projekte. Scarpas Architektur entfaltet sich in einer episodenhaften Abfolge ähnlich einer erzählerischen Struktur, bei der jedes Ereignis organisch aus dem vorherigen hervorgeht. Scarpa wird nicht nur als Designer betrachtet, sondern auch als Künstler, der sich der Erforschung der Qualitäten von Dingen und Räumen widmet. Die Diplomarbeit ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil erfolgt eine Untersuchung drei von Scarpas Werke – Palazzo Querrini Stampalia in Venedig, Castelvecchio in Verona und das Museum Revoltella in Triest. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Erkenntnisse gelegt, die sich in fünf Hauptmotiven widerspiegeln lassen: Licht als Gestaltungselement, Materialität und Textur, Zerlegung und Wahrnehmung, Handwerk und Details, Dialog mit der Vergangenheit. Im zweiten Teil werden Kinderheime untersucht, die in den 1960er Jahren errichtet wurden und innovative Konzepte ihrer Zeit repräsentieren. Dabei handelt es sich um das Waisenhaus in Amsterdam von Aldo Van Eyck und die Stadt des Kindes in Wien von Anton Schweighofer. Es werden die Vor- und Nachteile der damaligen Neuerungen diskutiert, einschließlich der Strukturierung der Räumlichkeiten, der Organisation der Bewohner oder Wohngruppen sowie der privaten und öffentlichen Nutzung innerhalb des Areals. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Planung eines Kinderheims in Wien, wobei sowohl die zugrunde liegenden Gedanken als auch Erkenntnisse berücksichtigt werden. Die im Analyseteil untersuchten Methoden bieten die Möglichkeit, einen Entwurf zu entwickeln, der nicht nur den physischen Bedürfnissen gerecht wird, sondern auch die seelische und emotionale Entwicklung von Kindern fördert. Die Gestaltung eines Heims, das Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und die Förderung sowie Heilung der Kinder in den Mittelpunkt stellt, steht im Fokus. Diese Diplomarbeit soll einen bedeutenden Beitrag zur Diskussion über die Gestaltung von Kinderheimen leisten und zu einer Steigerung der Lebensqualität von Kindern in Heimen beitragen.
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Carlo Scarpa, known as Italy's lost master of modernism, was one of the most enigmatic architects of the 20th century. His time at the Venini glassworks helped deepen his understanding of materials, proportions, and aesthetics. His success in creating new forms and structures through skillful composition of architectural elements positions him as a leading modern architect. Scarpa followed the basic ideas of the Modern Movement but distanced himself from functionalism as the driver of his design approach. He departed from pure modernism yet still integrated modern architectural principles into his projects. Scarpa's architecture unfolds in an episodic sequence like a narrative structure, where each event organically emerges from the previous one. Scarpa is not only seen as a designer but also as an artist dedicated to exploring the qualities of things and spaces. The thesis is structured into three sections. The first part delves into three of Scarpa's notable works. Palazzo Querini Stampalia in Venice, Castelvecchio in Verona, and the Revoltella Museum in Trieste. It highlights key insights that can be applied to five main themes: utilizing light as a design element, exploring materiality and texture, examining decomposition and perception, emphasizing craftsmanship and intricate details, and fostering a dialogue with the past. In the second section, we explore children's homes built during the 1960s that showcased innovative concepts of their era. This includes Aldo van Eyck's Orphanage in Amsterdam and Anton Schweighofer's City of Children in Vienna. The text delves into the pros and cons of the advancements during that time, discussing aspects like how spaces were organized, where residents or groups were situated and the various private and public functions within the premises. In the third chapter, there's a focus on planning a children's home in Vienna while considering underlying thoughts and insights. The methods explored in the analysis section offer a chance to create a design that not only fulfils physical needs but also nurtures the psychological and emotional growth of children. Emphasizing on designing a home that offers security, comfort and prioritizes supporting and healing children is crucial. This thesis aims to make a significant contribution to discussions on designing children's homes and enhancing the quality of life for kids in care facilities.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers