Braun, G. M. (2024). Abeauty in the beast - Ein Vorschlag zur Revitalisierung eines Kasernenleerstandes durch permakulturelle Prozessarchitektur am Beispiel der Kaserne in Schlanders [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.112150
Südtirol; Kaserne; Umnutzung; Bauen Im Bestand; Architektursoziologie; Textil; Permakultur; Prozessarchitektur
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South Tyrol; Barrack; Conversion; Building In The Existing Construction; Sociology Of Architecture; Textiles; Permaculture; Process Architecture
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Abstract:
Es ist sehr schwer, sich etwas vorzustellen, was noch nicht da ist. Noch schwerer ist es, sich für etwas zu begeistern, was heute „hässlich“ zu sein scheint, sich aber zu etwas Schönem entwickeln könnte. Ein altes, leeres Gebäude schreckt viele Menschen ab. Aus diesem Grund ist es nachvollziehbar, dass es Motivationen gibt jene abzureißen und auf neuem Grund, mit moderner Technik, zu bauen. Oft fehlt es jedoch an den richtigen Bildern und den richtigen Geschichten. Diese können Menschen helfen, sich vorzustellen, was aus alten leer stehenden Gebäuden entstehen kann. Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit dem Bauen im Bestand. Es geht um Umnutzung und Revitalisierung alter, bestehender Strukturen. Aspekte, wie der Klimawandel, die Soziologie eines Ortes, politische Prozesse und das Projektmanagement werden thematisiert. Die Caserma Druso in Schlanders, Südtirol beschreibt eine passende Grundlage für eine solche Debatte. Im Februar 2023 hat dort ein zehntägiger Workshop stattgefunden, bei dem man das Kasernenareal, die Gemeinde, das Dorf, die Umgebung und die Initiativen vor Ort kennenlernen konnte. Es ist wichtig, eine verantwortungsvolle Rolle im Hinblick auf das zukünftige Bauen einzunehmen und anhand eines solchen Case-studies-Projektes einen Beitrag für die Zukunft zu leisten. Einige Kasernen in Südtirol stehen leer und sollen abgerissen werden. Wie gehen wir damit um? Welche Rolle nehmen Architekt*innen in solchen Prozessen ein und wie partizipativ kann Umgestaltung funktionieren? Hinzu kommt die Fragen zum Umgang mit dem faschistischen Erbe. Debatten, mit denen sich die Branche und auch die Architektur bereits beschäftigt und dennoch gibt es hier eine riesige Ressource, die nicht ausgeschöpft wird. Wird zu oft falsch entschieden? Diese Thematik wird anhand eines Entwurfes zum Umgang solcher Bestandsbauten am Beispiel der Kaserne in Schlanders untersucht. Methodisch wurde eine soziologische Herangehensweise gewählt. Einige Besuche vor Ort und ein Textilworkshop sollen das Meinungsbild der Bevölkerung beschreiben. Welche Narrative bestimmen die Entscheidungsfindung? Ein Quilt dient hier als textiles Bindeglied zwischen der wissenschaftlichen Arbeit und den Menschen vor Ort. Aus Stoffen von Anwohner*innen wurde dieses Kunstwerk geschaffen. Der Entwurf für eine mögliche Revitalisierung fungiert auf Basis der Prozessarchitektur. Hierzu werden in der Arbeit passende Beispiele skizziert. Von ersten Ad hoc- Interventionen bis hin zu baulichen Veränderungen wird beschrieben, wie sich das Areal entwickeln könnte. Es wird argumentiert, dass der Masterplan, wie man ihn seither erarbeitet hat, keine nachhaltige Lösung mehr sein kann. Ein weiterer thematischer Bestandteil der Arbeit ist die Permakultur. Der Permakulturbegriff stammt aus der australischen Agrarwirtschaft, dient jedoch längst in vielen anderen Bereichen als Rat gebende Grundlage für eine nachhaltige Strukturierung. Sie verweist auf eine Abhängigkeit aller Ressourcen und eine Reduzierung der Verschwendung sämtlicher Energiequellen, die seither nicht als solche beschrieben sind. Im Zusammenspiel mit der Entwicklung einer Prozessarchitektur fängt sie transdisziplinäre Ressourcen und Prozesse ein. Die Kaserne soll mit Schlanders und der Umgebung verwoben werden. Für die praktische Ausarbeitung einer möglichen Revitalisierung waren diese Ansätze entwurfsbestimmend.
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It is very difficult to imagine something that is not yet there. It is even harder to get excited about something that is considered „ugly“ today but could develop into something beautiful. An old, empty building puts many people off. For this reason, it is understandable that there are motivations to demolish them and rebuild on new ground with modern technology. However, there is often a lack of the right images and the right stories. These can help people to imagine what can be created from old empty buildings.This scientific work deals with building in existing constructions. It deals with the conversion and revitalization of old, existing structures. Aspects such as climate change, the sociology of a place, political processes and project management are addressed. The Caserma Druso in Silandro, South Tyrol, describes a suitable basis for such a debate. In February 2023, a ten-day workshop was held there to get to know the area around the barrack, the community, the village and the local initiatives. It is important to take on a responsible role with regard to future construction and to make a contribution to the future through such a key studies project. Some barracks in South Tyrol are empty and are due to be demolished. How do we deal with this? What role do architects play in such processes and how participatory can redesign processes be? There are also questions about how to deal with the fascist legacy. Debates that the industry and architecture are already dealing with and yet there is a huge resource here that is not being exploited. Are wrong decisions made too often? This topic is examined using the barracks in Silandro as an example of a design for dealing with such existing buildings.A sociological approach was chosen as the methodology. Several on-site visits and a textile workshop are intended to portray the opinions of the population. Which narratives determine the decision-making process? A quilt serves as a textile link between the scientific work and the local people. This work of art was created from local residents‘ fabrics. The design for a possible revitalization is based on the process architecture. Suitable examples of this are outlined in the paper at hand. From initial ad hoc interventions to structural changes, it describes how the area could develop. It is shown that the master plan, as it has been developed since then, can no longer be a sustainable solution.Another thematic component of the work is permaculture. The concept of permaculture originates from the Australien agricultural sector, but has long been used in many other areas as a guiding principle for sustainable structuring. It refers to the interdependence of all resources and a reduction in the waste of all energy sources that have not been described as such since then. In conjunction with the development of process architecture, it captures transdisciplinary resources and processes. The barracks are to be interwoven with Schlanders and the surrounding area. These approaches were decisive for the practical elaboration of a possible revitalization.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers