de Simony, S. (2024). Revitalisierung eines Kärntner Stadels : Ausbau einer ehemaligen Stallscheune in Völkermarkt [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.120620
Im ländlichen Raum ist der Verfall historischer Bausubstanz, oft bedingt durch zu hohe Umnutzungskosten, weit verbreitet. Diese historischen Räumlichkeiten besitzen aber durch abwechslungsreiche Raumfolgen, dekorative Elemente und diverse sichtbare Konstruktionsarten oft mehr Abwechslung, als moderne Einfamilienhausneubauten.Vorliegende Arbeit präsentiert ein Beispiel für den zeitgemäßen und zukunftsorientierten Ausbau historischer Bausubstanz anhand einer Kärntner Stallscheune aus dem frühen 19. Jahrhundert in ein Einfamilienhaus. Sie geht ebenso der Frage nach, wie es sich nachhaltig mit bäuerlichen Baumaterialien umgehen lässt, um ein zukunftsfähiges Gebäude zu schaffen. Zudem setzt sich die Arbeit bereits im Entwurfsstadium mit einer möglichen Umnutzung im späteren Verlauf des Immobilienzyklus auseinander, um das Einfamilienhaus ohne bauliche Maßnahmen in ein Mehrfamilienhaus umwandeln zu können.Auf eine einführende Erläuterung der ehemaligen Nutzung von Wirtschaftsgebäuden zum besseren Verständnis der Raumaufteilung sowie eine Analyse des historischen Kontextes folgt sowohl eine Standortanalyse als auch eine historisch-konstruktive Bestandserhebung. Den Abschluss bildet der Entwurf des Ausbaus.Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche, zeitgemäße Umnutzung einstiger Wirtschaftsbauten möglich ist. Sie erfordert jedoch eine ausführliche Planung sowie umfassende Bestandserhebungen. Lässt man sich auf diese Bauaufgabe ein, entsteht ein großes Potenzial der Umnutzung und des Ausbaus ländlicher Stadelbauten. Das Zusammenspiel aus alten, sichtbaren Konstruktionen und modernen Akzenten schafft nicht nur abwechslungsreiche Wohnräume, sondern trägt auch erheblich zur Erhaltung des Landschaftsbildes bei.Für künftige Forschungen wäre die Einbeziehung politischer Perspektiven und die Ausarbeitung diverser Konzepte zur Schaffung zusätzlicher Anreize für private Bauherren zur wirtschaftlich attraktiven Revitalisierung solcher Gebäude nachdenkenswert.
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In rural areas, the decay of historic buildings is widespread, often due to excessive conversion costs. However, these historic buildings often are more versatile than modern single-family homes due to their varied room sequences, decorative elements and diverse visible types of construction.This paper presents an example of the contemporary and future-orientated extension of historic buildings based on the conversion of a Carinthian stable barn from the early 19th century into a single-family home. It also explores the question of how rural building materials can be used sustainably to create a long-lasting building. In addition, at the planning stage the work already looks at a possible conversion later on in the property cycle, from a single-family home into a multi-family building without any structural measures.An introductory explanation of the former use of farm buildings for a better understanding of the room layout and an analysis of the historical context is followed by both a site analysis and a historical-constructive survey of the existing building. The final part of this paper visualises the architectural layout of the extension. The results show that a successful, contemporary conversion of former farm buildings is possible. However, it requires detailed planning and comprehensive surveys of the existing buildings. If one takes on this building task, there is great potential for the conversion and extension of rural barn buildings. The interplay of old, visible constructions and modern accents not only creates varied living spaces, but also contributes significantly to the preservation of the landscape.For future research, the inclusion of political perspectives and the development of various concepts to create additional incentives for private developers to revitalise such buildings in an economically attractive way would be worth considering.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers