Csapó, R. (2024). Villa Olive – Das erste Olivenforum Ungarns [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.110794
Der Klimawandel stellt unter anderem nicht nur die Architektur, sondern auch die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Die zunehmende Hitze gefährdet südliche Kulturen, verringert die Erträge und führt sogar zur Ausrottung heimischer Arten. Die natürliche Grenze verschiebt sich weiter nach Norden. So wie Kartoffeln und Himbeeren weiter nördlich nach Polen gewandert sind, kommen auch neue Pflanzen in unserem Gebiet. Infolgedessen sind an den ungarischen Hängen neben den Weinstöcken neue oder zumindest für uns ungewohnte Pflanzen aufgetaucht. Das Schicksal dieses antiken Industriezweigs hängt davon ab, wie die Erzeuger ihren Plantagen helfen, sich an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. Das inspirierte mich zu der Auseinandersetzung mit der Thematik des Olivenbaus in Ungarn im Zuge meiner Diplomarbeit. Schließlich sollten die Erkenntnisse, Anforderungen und Ansprüche in einem architektonischen Entwurf an einem außergewöhnlichen Ort vereint werden. Das Ziel des Projekts ein Ort, bzw. ein Forum zu schaffen, wo der Anbau der Oliven erleichtert und effizient experimentiert werden kann, wo man Erkenntnis und Erfahrung austauschen kann. Es sollte ein Ort sein, der als Ausgangsort für die Erkundung des Olivenanbaus und als Treffpunkt für alle für das Kennenlernen der Olivenkultur dient. Demnach sind die Schwerpunkte des Projekts das Experiment, der Austausch und das Kennenlernen. Das Kennenlernen einer Kultur, die Menschen im Mittelmeerraum seit Jahrtausende bekannt ist, sogar Teil ihres Alltags ist. Außerdem ist das Ziel eine nachhaltige Architektur mit regionale, traditionelle Materiale zu schaffen, welche mit seiner Landschaft interagiert und gleichzeitig ein angenehmes Raumklima und besondere Atmosphäre besitzt.
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Among other things, climate change poses new challenges not only for architecture but also for agriculture. Increasing heat is endangering southern crops, reducing yields and even leading to the extinction of native species. The natural frontier is shifting further north. Just as potatoes and raspberries have migrated further north into Poland, new crops are entering our area. As a result, new plants, or at least plants that are unusual for us, have appeared on the Hungarian slopes next to the vines. The olive. The fate of this ancient industry depends on how growers help their plantations adapt to changing climatic conditions. This inspired me to explore the topic of olive cultivation in Hungary in the course of my thesis. Finally, the findings, requirements and demands were to be combined in an architectural design in an extraordinary place. The aim of the project was to create a place, or rather a forum, where the building of olives could be facilitated and efficiently experimented with, where knowledge and experience could be exchanged. It should be a place that acts as a starting point for the experiment of olive cultivation and as a meeting place for everyone to get to know the olive culture. Accordingly, the priorities of the project are experimentation, exchange and getting to know. Getting to know with a culture, what for the southern people is known for millennia, even part of everyday life. In addition, the purpose is to create a sustainable architecture with regional, traditional materials, which interacts with its landscape and at the same time has a pleasant indoor climate and special atmosphere.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers