Brichard, M. (2024). Die Dynamik des Immobilienmarktes : Die Zinsentwicklung und KIM-Verordnung im Fokus einer retrospektiven Untersuchung [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.120547
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Zinspolitik in Österreich im Kontext des Immobiliensektors, wobei besonderes Augenmerk auf die Einführung der Kreditwürdigkeitsregelungen gelegt wird. Über mehrere Jahrzehnte hinweg hat die Zinspolitik in Österreich auf globale wirtschaftliche Herausforderungen und Krisen reagiert, wodurch direkte Auswirkungen auf den Immobilienmarkt entstanden sind. In den 1970er Jahren zwangen Ölpreisschocks die Oesterreichische Nationalbank zu Anpassungen, während die 1980er und 1990er Jahre von intensiven Bemühungen um wirtschaftliche Stabilisierung und EU Integration sowie der Einführung des Euro geprägt waren. Von 2011 bis 2014 reagierte Österreich auf die Nachwirkungen der globalen Finanzkrise mit einem schrittweisen Anstieg der Zinsen. In den Jahren 2015 bis 2019 dominierte eine Phase niedriger Zinsen, bedingt durch globale Unsicherheiten und das Ziel, die heimische Wirtschaft zu beleben. Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Zeitraum von 2020 bis 2022 führte erneut zu Zinssenkungen, um wirtschaftliche Folgen abzufedern. Die Auswirkungen dieser Zinsentwicklungen auf den Immobilienmarkt werden differenziert betrachtet. Niedrige Zinsen können die Nachfrage steigern, jedoch auch zu Ungleichgewichten und sozialen Herausforderungen führen. Besonderes Gewicht wird auf die Analyse der KIM Verordnung gelegt, die als regulatorisches Instrument zur Gewährleistung der Finanzstabilität eingeführt wurde. Die Forschung konzentriert sich auf die Auswirkungen dieser Verordnung auf Kreditwürdigkeitsprüfungen,Finanzierungsstrukturierungen und Risikoeinschätzungen im Immobiliensektor.
de
Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers