Kroh, R. (2024). Logistikimmobilien: Nachhaltige Transformation unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien [Master Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.120209
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Logistikbranche waren tiefgreifend und vielschichtig. Vor allem die Einführung von Grenzschließungen und -kontrollen verstärkte die Schwierigkeiten und führte zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage und in einigen Fällen sogar zu Produktionsstopps. Dadurch wurde der bereits vorhandene Trend zum Online-Einkauf verstärkt, was wiederum die Digitalisierung in der Branche vorantrieb. Unternehmen sahen sich plötzlich mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Prozesse und Geschäftsmodelle zu digitalisieren und dabei nicht nur auf schnelle Internetverbindungen zu setzen, sondern auch auf eine umfassende digitale Vernetzung, IT-Sicherheit und Mobilfunkinfrastruktur. In diesem sich verändernden Umfeld gewann die Assetklasse der Logistikimmobilien zunehmend an Bedeutung und avancierte seit 2020 sogar zum drittgrößten Asset am österreichischen Immobilienmarkt, hinter Wohn- und Büroimmobilien. Diese Logistikobjekte standen ganz oben auf der Einkaufsliste einiger institutioneller InvestorInnen und erzeugten eine starke Nachfrage in diesem Marktumfeld. Traditionelle Anforderungen wie die berühmte "Lage, Lage, Lage" sind jedoch nicht mehr ausreichend. Moderne InvestorInnen suchen vermehrt nach Standorten, die nicht nur gut erreichbar, sondern auch energieeffizient gestaltet sind und nachhaltige Materialien verwenden. Die Beachtung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) ist für InvestorInnen mittlerweile unerlässlich. Banken berücksichtigen vermehrt diese Faktoren bei der Vergabe von Krediten, was dazu führt, dass Unternehmen ESG-Kriterien als integralen Bestandteil ihrer Geschäftspraktiken betrachten müssen. Bei der Entwicklung neuer Logistikimmobilien spielen ökologische Aspekte und eine nachhaltige Bauweise eine immer größere Rolle. Es wird darauf geachtet, Bestandmaterialien wiederzuverwenden und auf die Kreislaufwirtschaft zu setzen, um die Produktion von Abfall zu minimieren. In dieser Arbeit werden die zeitgemäßen Anforderungen an Logistikimmobilien untersucht und dargestellt. Es wird ein Vergleich zwischen den bis jetzt üblichen und den in Zukunft relevanten Kriterien hinsichtlich Standortwahl, Gebäudestruktur/Materiale, Verkehr, HKLS-E und Betriebskosten gezogen, damit auch diese Immobilien weiterhin Taxonomie-fähig bleiben.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers