Daniel, A. (2024). Selbstorganisation : Urbane Aktionsformen zur sozial ökologischen Transformation. In C. Peer, E. Semlitsch, S. A. Güntner, M. Haas, & A. Bernögger (Eds.), Urbane Transformation durch soziale Innovation (pp. 197–202). TU Wien Academic Press. https://doi.org/10.34727/2024/isbn.978-3-85448-064-8_25
Ursprünglich aus den Naturwissenschaften entlehnt, bezeichnet Selbstorganisation in den Sozialwissenschaften einen kollektiven Prozess, in dem eine Regulation oder Ordnung basierend auf geteilten Interessen, Positionen und Beziehungen sowie Werten, Normen und Moralvorstellungen entsteht und institutionalisiert wird. Selbstorganisierte urbane Akteure, welche Prozesse der sozial ökologischen Transformation adressieren, sind eine spezifische Form dieser Selbstorganisation. Urbane Missstände ebenso wie Forderungen nach sozial ökologischer Transformation begründen Prozesse der Selbstorganisation. Hierbei sind urbane Räume nicht nur Ort, sondern mitunter auch Anlass für Selbstorganisation. Der folgende Beitrag definiert und diskutiert die Selbstorganisation in urbanen Räumen und zeigt die Vielfalt urbaner Selbstorganisation zur sozial ökologischen Transformation auf, welche von Guerilla Gardening und Umwelt-NGOs bis zu Klimacamps und den Klimagerechtigkeitsbewegungen reichen. Während sich einige selbstorganisierte Akteure autonom und von der Gesellschaft und Politik abgewandt konstituieren, sind andere mobilisierend und streben nach deren sozial ökologisch gerechter Veränderung.