Huber, I. (2024). Wiederaufbau als Chance zur Weiterentwicklung? : Ökologische, infrastrukturelle und immobilienwirtschaftliche Effekte des Wiederaufbaus nach der Naturkatastrophe im Ahrtal [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.119821
E260 - Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
-
Date (published):
2024
-
Number of Pages:
95
-
Keywords:
Wiederaufbau; Ahrtal; ökologische Effekte
de
Reconstruction; Ahrtal; ecological effects
en
Abstract:
Wiederaufbaumaßnahmen nach Naturkatstrophen sollten das Ziel verfolgen im Sinne des Build-Back-Better Prinzips resiliente und nachhaltige Strukturen herzustellen. Die vorliegende Masterarbeit untersucht mithilfe eines Mixed-Methods Ansatzes am Beispiel der Naturkatastrophe im rheinlandpfälzischen Ahrtal im Juli 2021 die Effekte der staatlichen Förderung des Wiederaufbaus bis heute in ausgewählten Zielbereichen von öffentlichem Interesse: Der Fokus der Untersuchung liegt auf ökologischen, infrastrukturellen sowie immobilienwirtschaftlichen Effekten. Dadurch wird die Frage beantwortet, inwiefern der Wiederaufbau im Ahrtal zu einer ökologisch nachhaltigen und resilientenEntwicklung dieser Region beiträgt. Durch den katastrophenbedingten Abgang einer großen Anzahl an Öl- und Gasheizungen und die mehrheitliche Verwendung von Wärmepumpen im Wohnungsneubau,sind positive Effekte für die Dekarbonisierung in privaten Wohngebäuden messbar. Für öffentliche Infrastruktur wird zwar ein resilienter Wiederaufbau angestrebt, allerdings finden bisher kaum Standortverlagerungen statt, sodass die Gebäude innerhalb der Hochwassergefahrenzone verbleiben. Der Immobilienmarkt im Überschwemmungsgebiet hat sich nach kurzzeitigen Preiseinbrüchen erholt. Die gewässernahen Lagen haben ihre Attraktivität zurückerhalten. Langfristig steigende Attraktivität der sichereren Wohnlagen außerhalb der Gefahrenzonen ist nicht messbar. Neben den konkreten Erkenntnissen zu den Effekten des Wiederaufbaus im Ahrtal nach der Naturkatastrophe 2021 trägt dieArbeit dazu bei, in den Fokusbereichen Ökologie, Infrastruktur und Immobilienmarkt ein verbessertesVerständnis über die Herausforderungen und Chancen des Wiederaufbaus nach dem Build-Back-BetterPrinzip zu gewinnen.
de
Post-disaster reconstruction efforts should aim to establish resilient and sustainable structures according to the Build-Back-Better principle. This Master thesis employs a mixed-methods approach to examine the effects of governmental reconstruction aids on the example of the natural disaster in the Ahr Valley, Rhineland-Palatinate, in July 2021. The focus lies on the following selected areas of public interest: ecological and infrastructural effects as well as effects on the real estate market. The investigation seeks to answer the question to which extent the reconstruction in the Ahr Valley was utilized as an opportunity for the sustainable and resilient development of the region. Due to the catastrophe, the loss of a significant number of oil and gas heaters and the predominant use of heat pumps in new residential buildings, has led to positive effects on decarbonization in private housing. While public infrastructure is aimed to be rebuilt to be more resilient, there is little relocation taking place, leaving buildings continuously located within flood hazard zones. The real estate market proves to be highly resilient after short-term price declines in areas near the river, yet long-term attractiveness for safer residential areas outside hazard zones remains mostly unaddressed. In addition to specific insights into the effects of the reconstruction in the Ahr Valley after the 2021 natural disaster, this thesis contributes to an improved understanding of the challenges and opportunities of rebuilding according to the Build Back Better principle in the focus areas of ecology, infrastructure and the real estate market.
en
Additional information:
Zusammenfassung in englischer Sprache Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers