Wörmanseder, J. M. (2024). Ohrenöffner für Ungleichheiten: Soundscapes als Echo sozialer Unterschiede im öffentlichen Raum [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.111474
Soundscapes; soundwalks; social inequality; public space
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Abstract:
Der urbane öffentliche Raum steht in einem ständigen Konflikt zwischen den Bedürfnissen unterschiedlicher Gruppen und den jeweiligen Möglichkeiten, diese Bedürfnisse geltend zu machen. Dazu zählt insbesondere das Bedürfnis nach Ruhe sowie nach akustischem Ausdruck. Diese Arbeit befasst sich mit der akustischen Dimension der Stadt. Es wird untersucht, inwiefern städtische Geräuschkulissen soziale Ungleichheit widerspiegeln. Die Arbeit hat einen explorativen methodischen Ansatz, der die Perspektive auf städtischen Lärm einer sozialen Gruppe, die als „marginalisiert“ bezeichnet wird, aufzugreifen versucht. Die methodischen Erkenntnisse stammen aus einer intensiven Feldforschung, die Hörproben, Soundwalks und ein Experteninterview beinhaltet. Den theoretische Rahmen bildet eine Einordnung der sozialen Ungleichheit und eine machtkritische Auseinandersetzung mit den lärmbezogenen Strategiepapieren der Stadt Wien. Die Auswertung zeigt, dass sich soziale Ungleichheit aus intersektioneller Perspektive in unterschiedlichen Ungleichheitskategorien widerspiegelt. In der Studie liegt ein Fokus auf die Betrachtung von Klassenunterschieden. Es ergaben sich aber auch weitere Unterschiede, beispielsweise bei Genderaspekten. Die intersektionelle Betrachtung von soundbezogener Ungleichheit kann in zukünftiger Forschung im Hinblick auf andere soziale Gruppen vertiefende Erkenntnisse liefern.
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Urban public space is in constant conflict between the needs of different groups and the respective opportunities to fulfil these needs. These include, in particular, the need for peace and quiet and for acoustic expression. This work deals with the acoustic dimension of the city. It examines the extent to which urban soundscapes reflect social inequality. The work has an exploratory methodological approach that attempts to take up the perspective on urban noise of a social group that is described as ‘marginalised’. The methodological findings stem from intensive field research, which includes listenings, soundwalks and an expert interview. The theoretical framework is formed by a categorisation of social inequality and a power-critical examination of the noise-related strategy papers of the City of Vienna. The analysis shows that social inequality is reflected in different categories of inequality from an intersectional perspective. The study focusses on class differences. However, other differences also emerged, such as gender aspects. The intersectional view of sound-related inequality can provide more in-depth findings in future research with regard to other social groups.
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Additional information:
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers