Fabri, C. (2024). Das Leben unter der Erde: Neuer Lebensraum in unterirdischer Hofhaus-Architektur als Alternative zur Flächenversiegelung am Beispiel des Umbaus der Tiefgarage Votivpark [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.110813
Die Bevölkerung wächst, die Wohnfläche pro Kopf steigt, die Wohnansprüche werden höher, es wird immer mehr gebaut, immer mehr Fläche wird versiegelt, der Boden verliert seine Qualitäten, der CO2-Ausstoß wird immer höher, die Luftqualität wird immer schlechter, Lebensraum für Tiere und Organismen wird knapp, natürliche Ressourcen schwinden, das Abfallaufkommen steigt, Naturkatastrophen nehmen zu, die Temperaturen steigen an, das Klima wird immer extremer, Bodenerosionen werden immer häufiger, der Wasserspiegel steigt und Gletscher schmelzen. Auf diese Entwicklung muss reagiert werden, um die Folgen für Umwelt und Klima einzudämmen. Besonders die Art und Weise wie wir leben, wohnen und bauen hat einen erheblichen Einfluss und muss verändert werden. Durch die Verwendung unterirdischer Räume kann der Bodenversiegelung entgegengewirkt werden. Des Weiteren bringt es weitere Vorteile mit sich. Das Leben auf mehreren Ebenen bringt durch unterschiedliche Raumqualitäten und verkürzte Wege neue Potenziale mit sich. Die Temperaturschwankungen sind unterirdisch deutlich geringer, wodurch Heiz-und Kühlbedarf erheblich sinken. Die Gebäude werden durch den sie umgebenden Erdraum vor Verwitterung geschützt, weshalb sie eine längere Lebensdauer erwarten. Doch stehen wir vor neuen Herausforderungen wie Belichtungs- und Belüftungsproblemen oder das Verhindern des Entstehens einer Klassengesellschaft und die aktuell fehlende Akzeptanz der Bevölkerung muss erreicht werden. Auch konstruktiv stehen unterirdische Bauwerke vor anderen Herausforderungen wie dem Umgang mit dem Erddruck, der Entwässerung und Dämmung, wobei die jeweilige Bodenart eine wichtige Rolle spielt. In der Arbeit werden verschiedene Ansätze gezeigt, wie diese Herausforderungen gemeistert werden können. Im Weiteren wird anhand eines Beispiels ein konkreter Lösungsvorschlag gebracht. Schaut man sich den Wiener Untergrund an, kann festgestellt werden, dass hier bereits sehr viele unterirdische Räume vorhanden sind. Diese werden jedoch kaum genutzt. Dieses Bild spiegelt sich auch in anderen Städten wieder. Wie kann dieser Raum also nun nutzbar gemacht werden, ohne die Aufenthaltsqualität zu mindern? Anhand der aktuell nur wenig genutzten Tiefgarage unter dem Votivparkt wird dies mithilfe von Hofhäusern untersucht.
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The population is growing, living space per capita is increasing, housing requirements are increasing, more and more is being built, more and more space is being sealed, the soil is losing its qualities, CO2 emissions are increasing, air quality is getting worse and worse, habitats for animals and organisms are becoming scarce, natural resources are dwindling, waste is increasing, natural disasters are increasing, temperatures are rising, the climate become more extreme, soil erosion is becoming more frequent, the water level is rising and glaciers are melting. We have to react to this development in order to contain the consequences for the environment and climate. The way we live and built in particular has a significant impact and must be changed. Soil sealing can be stopped by using underground spaces. Also it comes with other benefits. Living on several levels brings with it new potential through different spatial qualities and shorter distances. The temperature fluctuations are significantly lower underground, which means that heating and cooling requirements are significantly reduced. The buildings are protected from weathering by the surrounding earth space, which is why they expect a longer lifespan. But we are facing new challenges such as lighting and ventilation problems or preventing the emergence of a class society and the current lack of acceptance by the population must be achieved. Underground structures also face other challenges in terms of construction, such as dealing with earth pressure, drainage and insulation, where the respective soil type plays an important role. The work shows different approaches how these challenges can be mastered. In the following, a specific solution is proposed based on an example. If you look at the Viennese underground, you can see that there are already very many underground rooms here. However, these are hardly ever used. This picture is also reflected in other cities. So how can this space be made usable without reducing the quality of stay? This is examined using the less used underground parking space under the Volivpark.