Letouzé, D. (2024). Quer durch Wien - Ein Strombad am Donaukanal [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.120435
Weltweit leben über 50% der Bevölkerung in städtisch geprägten Strukturen, Tendenz steigend. Zeitgleich sind auch die Auswirkungen des Klimawandels spürbar geworden. Wetterextreme, Bodenversiegelung, eine hohe Baudichte sowie fehlender Grünraum verschärfen die Lage im urbanen Raum zusätzlich und verdeutlichen die Dringlichkeit, vorhandene Potenziale zu aktivieren und neue zu schaffen. Auch Wien wächst kontinuierlich und hat vor kurzem die Zwei-Millionen-Einwohner-Grenze überschritten. Das stetige Wachstum führt seit Anfang 2000 zu einer erhöhten Nachfrage an Wohnraum, Infrastruktur und öffentlichen Einrichtungen. Bedürfnisse, auf welche die Stadt nicht immer zeitgerecht reagiert hat und schon heute Nutzungskonflikte offenbart. Großes Potenzial, um den schon jetzt knappen Freiraum zu reaktivieren, bietet der quer durch die Stadt verlaufende Donaukanal. Auch wenn seine Bedeutung heutzutage nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen ist, so ist der Donaukanal unzertrennlich mit der Geschichte Wiens verknüpft. Als stadtnähester Altarm eines vielverzweigten Hauptstromes, quert er die inneren Bezirke der Stadt und ist ihr dabei Frischluftschneise und Grünraum zugleich. Neben seinen Ufern bietet der Fluss selbst rund 850.000 m2 an Liquid Public Space, der aktuell von den Stadtbewohnern nahezu ungenutzt ist. Diese Arbeit will Impulse liefern um ein in Vergessenheit geratenes, sich quer durch Wien erstreckendes Naherholungsgebiet zu reaktivieren - den Donaukanal. Der Gedanke, dem diese Arbeit zugrunde liegt, möchte eine Alternative konzipieren, die sich durch behutsame Eingriffe in den Bestand eingliedert und so einen Mehrwert schafft. Die Basis für diese Koexistenz bildet eine Recherche und Analyse, die es ermöglichen soll, bestehende Potenziale zu identifizieren und zu reaktivieren. Ziel ist es, der Stadt und ihren Bewohnern ein Stück des Donaukanals wieder als Naturbadeplatz und innerstädtisches Erholungsgebiet zugänglich zu machen.
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Worldwide, over 50% of the population lives in urban-dominated structures, with a rising tendency. At the same time, the impacts of climate change have become noticeable. Extreme weather, soil sealing, high building density, and lack of green space exacerbate the situation in urban areas, highlighting the urgency to activate existing potentials and create new ones. Vienna is also growing continuously and recently surpassed the two-million-inhabitant mark. Since the early 2000s, steady growth has led to increased demand for housing, infrastructure, and public facilities. Needs to which the city has not always responded in a timely manner, already revealing conflicts of use today. The Danube Canal, running through the city, offers great potential to reactivate the already scarce open space. Although its significance may not be immediately apparent today, the Danube Canal is inseparably linked to Vienna's history. As the closest tributary of a highly branched main river, it traverses the city's inner districts, serving as both a fresh air corridor and green space. In addition to its banks, the river itself offers around 850,000 m2 of liquid public space, which is currently almost unused by city residents. This work aims to provide impulses to reactivate a forgotten recreational area stretching across Vienna - the Danube Canal. The underlying idea of this work is to conceive an alternative that integrates with the existing environment through careful interventions, thus creating added value. The basis for this coexistence is research and analysis to identify and reactivate existing potentials. The goal is to make a section of the Danube Canal accessible to the city and its residents again as a natural bathing area and urban recreation area.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers