Kroboth, L. (2024). Sanierung und Aufstockung eines Gebäudes aus der Biedermeierepoche [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.108668
Renovation; Addition of a building; Biedermeier-period
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Abstract:
Das Stadtbild Wiens wird zu großen Teilen durch seine historischen Straßenbilder bestimmt. Stark prägend für diese Straßen sind die Gebäude vor dem 20. Jahrhundert, wie die Gründerzeit (1848 bis 1873) und dem Biedermeier (1815 bis 1848). Der Umgang und Erhalt dieser Gebäude muss angesichts des Klimawandels überdacht und angepasst werden. Insbesondere die Gebäude des Biedermeiers lassen bis dato eine ganzheitliche Betrachtung und Untersuchung vermissen. Deswegen widmet sich diese Arbeit der Analyse eines beispielhaften, zeitgenössischen Bauwerks aus dem Jahr 1842. Die Analyse erfolgt mittels eines Vergleichs dreier Szenarien anhand vordefinierter Kriterien. Szenario 1 stellt die Weiternutzung des Status Quo, Szenario 2 die Aufstockung und Sanierung und Szenario 3 den Abriss und Errichtung eines üblichen Neubaus dar. Diese Szenarien werden untersucht mittels drei Gruppen von Kriterien: ökonomische, wie Kosten für Vermieter*innen und Mieter*innen durch Erhebung der Bauwerkskosten, der Lebenszykluskosten sowie der möglichen Mieterträge; ökologische, durch Betrachtung des Energiebedarfs und der Emissionen über den Lebenszyklus sowie der Bewertung mittels OI3-Index, und architektonische, durch Vergleich von Flächen- und Voluminakennwerte sowie der möglichen Bewohneranzahl. Das Szenario 1 wurde durch Ausheben vorhandener Planunterlagen sowie Bestandsanalyse, das Szenario 2 anhand eines konkreten Entwurfs in Holzleichtbau und Sanierungskonzept des Bestands und Szenario 3 anhand eines beispielhaften Neubaus ermittelt aus Richt- und Durchschnittswerten untersucht. Die Untersuchungen und Vergleiche haben ergeben, dass aus wirtschaftlicher Sicht geringfügige Unterschiede zwischen Szenario 2 und 3 bestehen, welche sich aus höherer Investitionssumme und damit höherem absolutem Ertrag ergeben. Relativ gesehen ist der Gewinn für Hauseigentümer*innen gleich. Für Mieter*innen ist das Szenario 2 wesentlich vorteilhafter, dank geringerer Energiekosten und gleichzeitig begrenztem Mietzins. Aus ökologischer Sicht ist Szenario 2 zu bevorzugen, da die Nutzung des Bestands Emissionen des Baus reduziert, und die Aufstockung in leichter Bauweise erfolgen kann. Die Auswertung der architektonischen Kriterien spricht quantitativ für Szenario 3, durch die wesentlich bessere Ausnutzung des möglichen Gebäudevolumens und der daraus folgenden Flächenmaximierung. Jedoch wird das Stadtbild dauerhaft und wesentlich verändert, wobei die Einwohnerdichte in Szenario 2 bereits in der Größenordnung des umgebenden Bezirks liegt.
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Vienna's cityscape is largely defined by its historical streetscapes, notably buildings from the 19th century such as the Gründerzeit (1848 to 1873) and Biedermeier (1815 to 1848) periods. Considering climate change, it is necessary to reconsider and adapt the handling and preservation of these buildings. Particularly, Biedermeier buildings have not been comprehensively examined to date. This paper therefore focuses on the analysis of a representative building from 1842. The analysis is conducted by comparing three scenarios based on predefined criteria. Scenario 1 considers maintaining the status quo, Scenario 2 involves adding floors and renovating the existing building, and Scenario 3 entails demolition and construction of a conventional building. These scenarios are examined based on economic, ecological, and architectural criteria. Economic aspects are considered through the analysis of construction and lifecycle costs, as well as potential rental income for landlords and tenants. Ecological considerations include energy consumption and emissions throughout the building's lifecycle, assessed using the OI3 index. Architectural criteria encompass area and volume ratios, as well as potential occupancy. The investigations revealed that Scenarios 2 and 3 exhibit only slight economic differences, with Scenario 2 being significantly more advantageous for tenants. From an ecological perspective, Scenario 2 is preferable due to emissions reduction through existing building utilization and the potential for lightweight addition. Architecturally, Scenario 3 has merits, but it significantly alters the cityscape. Overall, Scenario 2 emerges as the best option economically and ecologically, while Scenario 3 excels architecturally but alters the cityscape significantly. The choice between scenarios thus requires careful consideration of the various factors.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers