Wadlig, K. H. (2024). Der Kerker - Gefühlsräume zwischen Literatur und Skulptur [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.90903
Atmosphäre; Architektur; Literatur; der skulpturale Raum; Skulptur; die dritte Wand; Sprache der Architektur; Isolation; Repetition; Inszenierung
de
atmosphere; architecture; the sculptural space; literature; sculpture; the third wall; architectural language; isolation; repetition; staging
en
Abstract:
Angeregt von Thomas Bernhards Schaffen und Sein, basiert diese Arbeit auf der Annäherung von (Gefühls-)Raum über Literatur. Bernhard schreibt über Empfindungen in einem fiktiven Raum und schafft es allein durch seine literarischen Beschreibungen den Lesenden ein Raumgefühl zu vermitteln. Wie kann man eine Vorstellung von einem Raum bekommen, ohne wirklich in ihm gewesen zu sein? Ausgehend davon entsteht ein Eintauchen in eine erlebte räumliche Referenz Bernhards, seinen Vierkanthof in Ohlsdorf. Daraus offenbart sich der Begriff des Kerkers als Gefühlsraum, welcher den ausschlaggebenden Denkansatz für diese Arbeit liefert. Bernhards Kerkerraum wird als Ort der Selbstisolierung betrachtet, der zur Selbstreflexion zwingt und grundlegende Fragen aufwirft. Seine Figuren schwanken stetig zwischen erdrückenden und erfüllenden Architekturen, was sich in einem fortwährenden inneren als auch äußeren Konflikt widerspiegelt. Meiner literarisch begonnenen Auseinandersetzung begegne ich skulptural. Können literarische Fragen auf eine skulpturale Art und Weise beantwortet werden? Es ergeben sich Thesen und Themen, die nun laufend auf die Skulptur übertragen werden. Durch die abwechselnde Beschäftigung mit diesen unterschiedlichen Methoden wird in beide Richtungen reflektiert und aus dieser Auseinandersetzung entsteht schließlich einen Dialog zwischen praktischer und theoretischer Arbeit. Ziel dieser Arbeit ist es Anstöße zu geben, Raum und Literatur auf einer skulpturalen und emotionalen Ebene zu erleben. Sowohl Skulptur als auch Text können von den Betrachtenden frei und offen gelesen werden.
de
This work is about approaching (emotive) spatiality through literature, inspired by Thomas Bernhard’s work and being. Bernhard writes about sensations in a fictional space and manages to convey a feeling for the space to the reader. How can you perceive a space without having been in it? This leads to an immersion in a spatial reference in Bernhards real life, his Vierkanthof in Ohlsdorf. This gives rise to the concept of Kerker as an emotiv spatiality, which provides the decisive approach for this work. Bernhard’s Kerker is understood as a place of self-isolation that forces self-reflection and raises fundamental questions. His figures constantly switch between oppressive and fulfilling architectures, which is reflected in a constant inner and outer conflict.My literary exploration is approached in a sculptural way. Can literary questions be answered through sculpture? Theses and themes emerge, which are continuously transferred onto the sculpture. By alternating between these different methods, reflection takes place in both directions, ultimately creating a dialog between practical and theoretical work. The aim of this work is to raise open questions and give impulses to experience space and literature on a sculptural and emotional level. Both sculpture and text can be read freely and openly by the viewer.
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Additional information:
Zusammenfassung in englischer Sprache Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers