Berger, C. (2024). Elektromobilität in Europa : Herausforderungen und Wege zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.119376
Die Automobilindustrie durchläuft gerade den bedeutendsten Wandel ihrer Geschichte. Der Umstieg auf die Elektromobilität ist vielen traditionellen Automobilherstellern nicht gut genug gelungen. Die aktuelle Auffassung ist, dass neue Technologiekonzerne wie Tesla oder aber auch chinesische Hersteller wie BYD den Umstieg zur neuen Antriebstechnologie besser bewältigt haben. Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, Gründe aufzudecken, warum es den Anschein macht, dass die europäische Automobilindustrie beim Thema Elektromobilität hinterherhinkt. Dabei werden die Einflussfaktoren auf unterschiedlichen Ebenen betrachtet und analysiert. Darauf aufbauend wird eine Handlungsempfehlung entwickelt, welche mit Theorien aus dem strategischen Management und der Innovationstheorie versucht, den Wandel zu begleiten und zu beschreiben. Darüber hinaus soll den Unternehmen eine Richtung für die Zukunft vorgegeben werden, wie dieser Wandel bewältigt werden kann. Aufbauend aus den Erkenntnissen der Literaturrecherche und der Sekundärdatenanalyse wurden zwei qualitative Interviews mit Personen aus dem Vorstand zweier führender Unternehmen der deutschen Automobilindustrie geführt, um die Erkenntnisse zu validieren. Die zentralen Ergebnisse dieser Thesis sind, dass einerseits der Wandel in der Automobilindustrie viele unterschiedliche Beweggründe hat und andererseits nicht nur eine Theorie diesen Wandel begleiten kann. Es ist ein Zusammenspiel aus unterschiedlichsten Theorien und Konzepten aus den verschiedensten Bereichen und Branchen notwendig, damit die europäische Automobilindustrie wieder wettbewerbsfähiger wird. Gleichzeitig gibt es bereits, und dies wird in der Zukunft nicht weniger werden, viele Einflussfaktoren, auf die Hersteller rasch reagieren müssen, um ihre Position im Markt zu verteidigen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es für traditionelle Hersteller entscheidend ist, den Wandel erfolgreich zu begleiten und auch in Zukunft flexibel reagieren zu können. Dies erfordert eine kontinuierliche Überarbeitung des Geschäftsmodells sowie der Produktionsprozesse.
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The automotive industry is currently undergoing the most significant change in its history. The transition to electromobility has not been successful enough for many traditional car manufacturers. The current view is that new technology companies such as Tesla or Chinese manufacturers such as BYD have managed the transition to the new drive technology better. The aim of this academic paper is to uncover the reasons why it appears that the European automotive industry is lagging behind when it comes to electromobility. The influencing factors are considered and analysed at different levels. Based on this, a recommendation for action is developed, which attempts to accompany and describe the change using theories from strategic management and innovation theory. In addition, companies are to be given a direction for the future as to how this change can be managed. Based on the findings of the literature research and the secondary data analysis, two qualitative interviews were conducted with members of the management boards of two leading companies in the German automotive industry in order to validate the findings. The key findings of this thesis are that, on the one hand, change in the automotive industry has many different motivations and, on the other hand, not just one theory can accompany this change. An interplay of the most diverse theories and concepts from the most diverse areas and sectors is necessary for the European automotive industry to become more competitive again. At the same time, there are already many influencing factors, and this will not diminish in the future, to which manufacturers must react quickly in order to defend their position in the market. To summarise, it can be said that it is crucial for traditional manufacturers to successfully accompany the change and to be able to react flexibly in the future. This requires a continuous revision of the business model and production processes.