Laurent, G. (2024). Bildungsbau neu moduliert: Haus der Jugend - Arbeiterkammer Wien [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.108460
Bildungsbauten sind und werden für immer ein wichtiger Teil der architektonischen Typologie sein und das ist auch gut so. Dennoch erwachsen Schulen oft aus der Notwendigkeit heraus mehr oder schnell neue Bildungseinrichtungen zu bauen. Dabei kommen die Bedürfnisse der Kinder und Lehrer oftmals zu kurz. Die Entscheidungen wie ein neues Schulhaus errichtet wird sind ungleich verteilt, so haben die Nutzerinnen meist wenig Mitsprache bei Ihrem neuen zuhause. Dies muss sich ändern, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Schule war einst ein Instrument und ist heute ein Schlüsselfaktor innerhalb gesellschaftlichen Fortschritts und sollte auch als solcher behandelt und verstanden werden.Schule sollte vieles sein. Ein einfacher Satz, der viel bedeutet. Schule ist ein Lebensraum, ein Wohnort, eine Bildungsstätte, ein Wohnzimmer, ein Ort der Freude und auch ein Ort der Enttäuschung. Er kann ein Ort der Trauer sein, ein Ort des Herzschmerzes und ein Ort der Liebe, der Begegnung und Zusammenführung, ein Ort der Erfahrung und ein Ort der Lehre und des Lernens und somit nicht unbedingt immer auf Lernstoff bezogen. Die Erfahrungen sind einzigartig und prägend, auf Lebenszeit. Jeder erinnert sich an die Schule, an die Schulzeit, an die Unbeschwertheit, an die ersten Hürden und an das erste Scheitern und das darüber Hinwegkommen. Die Schule ist ein Einblick in die Ungerechtigkeit des Lebens und auch ein Einblick in die Macht der Gemeinschaft als Möglichkeitsraum. Es ist ein Ort der Erfahrung und der Emotionen, die höchst individuell sind.Somit ist es mir ein Anliegen mich mit diesem Bereich intensiv auseinander zu setzen und zu versuchen auf die hohe Individualität der Nutzerinnen einzugehen und ihnen einen möglichst nutzungsneutralen Raum zur Verfügung zu stellen, der vor allem eines geben soll - Vielfalt. Hierfür habe ich den 2023 ausgerufenen Wettbewerb der Arbeiterkammer Wien aufgegriffen, um mich in dieser realen Situation mit dem Thema innerhalb eines Entwurfs anzunähern. Der Entwurf und die konzeptionellen Überlegungen entspringen meiner theoretischen Arbeit mit dem Titel „Bildungsbau neu moduliert“.
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Educational buildings have always been and will always be an important part of architectural typology, and for good reason. However, schools are often built out of necessity to quickly create new educational facilities, often neglecting the needs of the users - children and teachers. Decisions on how to build a new schoolhouse are unequally distributed, so users have little say in their new home. This must change in order not to repeat the mistakes of the past. Schools were once an instrument and are now a key factor in social progress and should be treated and understood as such.A school should be many things. A simple sentence that means a lot. School is a living space, a place to live, an educational institution, a living room, a place of joy and also a place of disappointment. It can be a place of mourning, a place of heartache and a place of love, encounter and togetherness, a place of experience and a place of teaching and learning and therefore not necessarily always related to learning material. The experiences are unique and formative, for life. Everyone remembers school, their school days, the carefree days, the first hurdles and the first failures and overcoming them. Schools offer insights into the injustices of life, but also into the power of community as a space of opportunity. They are places of individual experiences and emotions.Thus, it is my concern to deal intensively with this area and to try to respond to the high individuality of the users and to provide them with a space that is as neutral as possible and that should above all offer one thing: diversity. For this purpose, I took up the competition announced by the Arbeiterkammer Wien in 2023 to approach the topic within a design in a real situation. The design and conceptual considerations are based on my theoretical work entitled „Educational Building Neu Modulated“.