Grubhofer, C. (2024). Neues Leben für zwei Volksschulen in Hollabrunn: von Leerstand zur Nutzung [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.119371
Im Zuge der vorliegenden Diplomarbeit wird für die Gemeinde Hollabrunn eine Nachnutzung für zwei Schulbauten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Zentrumslage gesucht. Ein Leerstand der Gebäude nach dem Umzug der Klassen in den neuen Schulcampus der Stadtgemeinde im Frühjahr 2024 soll verhindert werden. Dieser Schulgebäudetyp basierte noch auf der Maria Theresianischen Schulreform und stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert, wo Schulgebäude Musterschulen nachgebaut wurden um den damaligen Ansprüchen für Unterricht zu entsprechen. Die Anforderungen für zeitgemäßen Unterricht haben sich mittlerweile stark verändert und so auch die dazugehörigen Unterrichtsräume. Die kleinparzelligen Klassenräume müssen daher offenen, multifunktionalen Clustern weichen, weshalb auch der Umzug in den neuen Schulcampus durchgeführt wurde. Schulgebäude wie die vorliegenden sind in vielen Gemeinden in Niederösterreich bzw. ganz Österreich zu finden und müssen auch anderorts immer öfter umgebaut oder umgenutzt werden um modernen Unterricht in entsprechenden Räumlichkeiten gewährleisten zu können. Für eine Nachnutzung wurde eine Wohnnutzung seitens der Gemeinde aufgrund der bestehenden Parkplatzsituation vor Ort ausgeschlossen, eine (halb-)öffentliche Nutzung für die Bewohner und Anrainer sollte vorgesehen Obwohl die Gebäudetypologie der beiden Schulen sehr ähnlich ist, schafft den entscheidenden Unterschied für eine mögliche Nachnutzung der Standort und die Lage der jeweiligen Gebäude. Diese unterscheiden sich trotz der geringen Distanz voneinander, rund 5 Gehminuten, maßgeblich. Die Schule am Kirchenplatz ist durch den vorgelagerten Platz und eine mögliche Verlängerung der Fußgängerzone über den Hauptplatz für eine öffentliche Nutzung bestens geeignet. Hier sollen ein Café, sowie ein Veranstaltungsbereich für Trauungen, etc. an einem neu gestalteten Kirchenplatz untergebracht werden. Das Gebäude am Koliskoplatz befindet sich allerdings in „zweiter Reihe“ hinter der Fußgängerzone und ohne direkte Wegverbindung von dieser eher abseits des Zentrums und ist für eine halböffentliche Nutzung besser geeignet. Dort wird ein kreatives Zentrum untergebracht, das sowohl von Bewohnern, Anrainern, aber auch besonders Schülern und Lehrern des nahegelegenen Gymnsiums am Kirchenplatz genutzt werden kann.
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In the course of this diploma thesis, the municipality of Hollabrunn is looking for a new use for two school buildings from the second half of the 19th century in a central location. The aim is to prevent the buildings from becoming vacant after the classes move to the community‘s new school campus in spring 2024. This type of school building was based on the Maria Theresian school reform and dates back to the 18th and 19th century, where model schools were recreated in order to meet the teaching requirements of the time. The requirements for contemporary teaching have now changed significantly and so have the associated classrooms. The small classrooms therefore have to give way to open, multifunctional clusters, which is why the move to the new school campus was carried out. School buildings like these can be found in many communities in Lower Austria and throughout Austria and must be converted or reused more and more often in order to be able to guarantee modern teaching in appropriate rooms. Residential use was ruled out by the municipality for subsequent use due to the parking situation on site; (semi-)public use for residents and neighbors should be considered. Although the building typology of the two schools is very similar, the key difference for possible subsequent use is the location of the respective buildings. Despite the short distance from each other, around 5 minutes‘ walk, these differ significantly. The school on Kirchenplatz is ideal for public use due to the square in front and a possible extension of the pedestrian zone over the main square. A café and an event area for weddings, etc. are to be housed here in a newly designed Kirchenplatz. However, the building on Koliskoplatz is located in “second row” behind the pedestrian zone and without a direct connection from it, rather away from the center and is better suited for semi-public use. A creative center will be housed there, which can be used by residents, neighbors and especially students and teachers from the nearby high school on Kirchenplatz.
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Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers