Dissegna, F. (2024). Food Court : Raum für lokale Produktion in einem leerstehenden Supermarkt in Pernitz [Diploma Thesis, Technische Universität Wien]. reposiTUm. https://doi.org/10.34726/hss.2024.124941
Transformation; Pernitz; Vacancy Reactivation; rural space; supermarket hall; Manufaktur; Markthalle; Food Court; Art strategies; Main Street
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Abstract:
Unsere Beziehung zu der Lebensmittelherstellung, unser Kaufverhalten für den täglichen Gebrauch, haben schwerwiegende Folgen auf unsere Umwelt, sowohl auf das Gebaute als auch auf die Natur. Die Lebensmittelherstellung bestimmt durchaus unser soziales Leben und begleitet die Entwicklung unserer Gesellschaft bzw. deren Geschichte.Unser Entwurf versucht Alternativen in einem Maßstab einer kleinen Ortschaft anzuwenden, dem Dorf Pernitz. Die Architektur soll hier sowohl die Qualität des Essens beeinflussen und fördern, als auch den sozialen Aspekt stärken, der beim Prozess des Herstellens und des ge- meinsamen Konsumierens besteht.Nach einer näheren Analyse der allgemeinen Versorgung und Nahversorgung in Pernitz haben wir verschiedenen Akteure beobachten können. Im Vordergrund stehen heute vor allem die großen Supermarktketten vor Ort.In diesen standardisierten und profitorientierten Strukturen scheint leider kaum Raum für die Vielfalt und das Angebot lokaler Lebensmittelprodukte zu bleiben. Die Priorität liegt vor allem bei der Gewinnmaximierung, dies passiert jedoch zu Lasten der kleineren, lokalen Produzenten, die keinen Zugang mehr zu dieser Art der Vermarktung haben.Dabei war die Idee, einen Gegenpol zu dem bestehenden Verkaufsweg zu schaffen, wobei die Verbindung zwischen traditioneller Produktion und modernen Konsumgewohnheiten im Vordergrund steht.Das Gebäude wird im Projekt in zwei Zonen aufgeteilt: einerseits ein fester Produktionsbereich mit der notwendigen Infrastruktur, andererseits ein flexibler Mittelbereich, der sowohl zur Herstellung und Vorbe- reitung, als auch zum Konsum und Verkauf dient.Zentral für die Umnutzung dieses Raumes stehen lokalen Produzenten: ihnen sollen neue Möglichkeiten geboten werden, Produkte herzustellen und diese zu vermarkten. Das Ziel besteht darin, diese Produzenten, die bislang sozusagen abseits arbeiteten, in den Mittelpunkt zu rücken.Dieser neu geschaffene, interaktive Raum soll sich zu einem lebendigen Zentrum entwickeln. Es soll ein Ort des Austauschs entstehen, in dem interessierte Dorfbewohner die Herstellung von Lebensmitteln beobachten, verfolgen und dabei lernen können. Hier können Menschen ihre Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und ihre eigenen Fähigkeiten durch Beobachtung und gegenseitige Unterstützung vor Ort verbessern.Die “Centrale” soll so als Initiator für ein kulinarisches Umdenken in Pernitz wirken, dabei vorhandene Stärken pflegen und soziale-wirtschaftliche Aspekten der Ortsgemeinschaft positiv beeinflussen.
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Our relationship to food production, our purchasing behavior for daily use, has serious consequences for our environment, both built and natural. Food production determines our social life and accompanies the development of our society and its history, and our design attempts to apply alternatives on the scale of a small village, Pernitz. The architecture here is intended to influence and promote the quality of the food as well as to strengthen the social aspect that exists in the process of producing and consuming together.After analysing the general, as well as local supply in the village in more detail, we were able to observe various players. Nowadays, the focus is primarily on the large local supermarket chains; unfortunately, there seems to be little room for diversity and the supply of local pro- ducts in these standardised and profit-oriented structures.The main priority is to maximise profits, but this happens at the expense of smaller, local producers who no longer have access to this type of marketing. The idea was to create a counterpoint to the existing sales channel, focusing on the connection between traditional production and modern consumption habits.The building is divided into two zones in the project: on the one hand a fixed production area with the necessary infrastructure, and on the other a flexible central area that is used for production, consumption and sales.Local producers are central to the conversion of this space: they are to be offered new opportunities to produce and market products. The aim is to bring local producers, who until now have been working on the sidelines, to the centre of attention and to develop this newly created, interactive space into a lively centre.It is to become a place of exchange where interested villagers can observe, follow and learn about the production of products. Here, people can share their experiences, learn from each other and improve their own skills by observing and supporting each other on site.The ‘Centrale’ should act as an initiator for a culinary rethink in Pernitz, cultivating existing strengths and positively influencing the social and economic aspects of the village.
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Additional information:
Zusammenfassung in englischer Sprache Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers